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Auslandseinsatz: Wir wollen lachende Kinder

IM NRW
Auslandseinsatz: Wir wollen lachende Kinder
Soldaten und Polizisten leisten humanitäre Hilfe in Krisenregionen und bauen Schulen, Kindergärten und Waisenhäuser.
Roderich Thien, Oberstleutnant d.R., Vorsitzender von Lachen Helfen e.V.

1996 entstand bei deutschen Soldaten in Bosnien und Kroatien die Idee, der Bevölkerung nicht nur militärische Sicherheit zu garantieren, sondern auch Unterstützung im humanitären Bereich zu gewähren. Aus einer kleinen privaten Initiative wurde der gemeinnützige Verein Lachen Helfen e.V.

Soldaten und Polizisten ergänzen in ihrer Freizeit vor Ort gezielt die Arbeit der Hilfsorganisationen, vor allem in den Regionen, die von diesen nicht erreicht werden können. Hunderte von Projekten konnten in mehr als zwei Jahrzehnten Vereinsarbeit erfolgreich abgeschlossen werden. Dazu zählen neben kleineren Sofortmaßnahmen vor allem länger laufende Planungs- und Baumaßnahmen.

In Südosteuropa, Asien, Afrika und Lateinamerika wurden zahlreiche Jungen- und Mädchenschulen sowie Kindergärten errichtet, Waisenhäuser saniert und Behindertenschulen und Kindertagesstätten finanziert.

In den letzten Jahren haben Polizisten aus Nordrhein-Westfalen, so z.B. Heiko Lammertz aus Mönchengladbach und Toni Kirchmair aus Köln in Mali, im Sudan und Südsudan hervorragende Kinderhilfsprojekte verwirklicht. In Dafur (Sudan) haben sie ein Kinderhospiz für dreißig Kinder sowie eine Schule für 850 Kinder gebaut. Das Kinderhospiz wurde nach der im Dienst verstorbenen Kollegin Yvonne Nienhaus aus Viersen benannt. Im Südsudan wurde ein Schutzhaus für Waisenkinder errichtet, die sonst auf der Straße leben und nachts als Kindersoldaten in die zentralafrikanische Republik verschleppt werden.

Aktuell befindet sich eine Kollegin aus NRW in Mali und plant mit der Unterstützung von Lachen helfen den Bau mehrerer kleiner Schulen in Flüchtlingslagern.

Ein ausführliches Interview mit Heiko Lammertz zum Thema ist auf dem YouTube-Kanal der Polizei NRW unter https://youtu.be/PS4aN2N74Ss zu finden.

Insgesamt hat Lachen Helfen in den letzten 24 Jahren mehr als vier Millionen Euro Spendengelder eingenommen. Ein Großteil davon durch Benefizkonzerte vom Musikkorps der Bundeswehr, den Bundespolizeiorchestern sowie durch Zuwendungen deutscher Wirtschaftsunternehmen.

Zu den prominenten Förderern gehören unter anderem die Schirmherrin des Vereins, die Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, als Schirmherr der Bundesinnenminister Horst Seehofer, die Ministerpräsidenten Stephan Weil (Niedersachsen) und Winfried Kretschmann (Baden-Württemberg), außerdem die Innenminister Herbert Reul (Nordrhein-Westfalen), Joachim Herrmann (Bayern) und Roger Lewentz (Rheinland-Pfalz).

Das Engagement lohnt sich und es gibt noch sehr viel zu tun. Nach wie vor gilt, was Albert Einstein vor mehr als einem halben Jahrhundert zum Ausdruck gebracht hat: „Es gibt weder große Entdeckungen noch wahren Fortschritt, solange noch ein unglückliches Kind auf der Welt ist.“

www.lachen-helfen.de

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