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Lagebild Jugendkriminalität und -gefährdung

Jugendkriminalität
Lagebild Jugendkriminalität und -gefährdung
Das Lagebild Jugendkriminalität und Jugendgefährdung NRW zeigt die Entwicklung von Jugendkriminalität und Jugendgefährdung im Zwei- und Zehnjahresvergleich auf.
LKA NRW

Tatverdächtige unter 21 Jahren werden deliktsspezifisch ausgewiesen. Das Lagebild enthält spezifische Angaben zu Straftaten mit dem Tatmittel Internet, Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, Straftaten gegen das Waffengesetz und Angaben zur Kriminalität an Schulen. 

Weiterhin enthält das Lagebild Daten zu Opfern von Kindesmisshandlung und sexuellem Missbrauch.

Informationen zu aktuellen wissenschaftlichen Studien sowie Maßnahmen und Projekte zur Verhütung und Bekämpfung der Jugendkriminalität runden das Lagebild ab.

 

Jugendkriminalität im Zweijahresvergleich

Die Anzahl der unter 21-jährigen Tatverdächtigen der jugendtypischen Delikte Diebstahl, Sachbeschädigung, Straftaten nach dem BtMG (Rauschgiftkriminalität) und Erschleichen von Leistungen ist rückläufig. Bei den Raubdelikten (6,5 %) und bei den Körperverletzungsdelikten (0,3 %) zeigten sich Anstiege der unter 21-jährigen Tatverdächtigen (Raub: 2018: 3 098; 2019: 3 299 und Körperverletzung: 2018: 25 375; 2019: 25 452).

Die Anzahl der Tatverdächtigen insgesamt unter 21 Jahren ist von 2018 auf 2019 um 0,7 Prozent gesunken (2018: 99 389; 2019: 98 678).

 

Straftaten mit dem Tatmittel Internet

Straftaten, begangen mit dem Tatmittel Internet, zeigen, bezogen auf die unter 21-jährigen Tatverdächtigen, von 2018 auf 2019 einen Anstieg von 12,7 Prozent (2018: 3 894; 2019: 4 390).

 

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung

Die Anzahl der unter 21-Jährigen, die Verdächtige einer Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung waren, ist vom Jahr 2018 auf das Jahr 2019 um 28,6 Prozent (2018: 2 832; 2019: 3 643) gestiegen.

Die Zuwächse liegen insbesondere in den Bereichen der Verbreitung, des Erwerbs, des Besitzes und der Herstellung kinder- und jugendpornographischer Schriften.

 

Straftaten gegen das Waffengesetz

Die Anzahl der Tatverdächtigen unter 21 Jahren bei Straftaten gegen das Waffengesetz ist vom Jahr 2018 auf das Jahr 2019 um 3,9 Prozent (2018: 5 992; 2019: 5 761) gesunken.

 

Kriminalität an Schulen

Die Anzahl der Tatverdächtigen unter 21 Jahren bei Straftaten an Schulen ist vom Jahr 2018 auf das Jahr 2019 um 10,6 Prozent (2018: 8 818; 2019: 9 754) gestiegen. 

Die Erfassung von Kriminalität an Schulen wurde modifiziert. Sofern eine Tathandlung unmittelbar schulischen Bezug erkennen lässt und damit im Zusammenhang mit der Tatörtlichkeit Schule steht, erfolgt die Erfassung und Konkretisierung seit 2019 über das „Ereignis Schule“; hierzu zählen neben den klassischen Unterrichtsveranstaltungen beispielsweise auch Klassenfahrten, Schulsport außerhalb des Schulgeländes und der Schulweg.

Für das „Ereignis Schule“ wurden 2019 8 698 unter 21-jährige Tatverdächtige erfasst.

 

Jugendgefährdung - Opfer unter 21 Jahren

Die Anzahl der Opfer unter 21 Jahren ist vom Jahr 2018 auf das Jahr 2019 um 2,7 Prozent gesunken (2018: 58 095; 2019: 56 520).

 

Opfer unter 21 Jahren bei ausgewählten Delikten

Die Anzahl der Opfer bei sexuellem Missbrauch von Jugendlichen sinkt, wohingegen sie bei sexuellem Missbrauch von Kindern um 10,8 Prozent (2018: 2 862; 2019: 3 170) und bei Misshandlungen von Kindern um 7,5 Prozent (2018: 690; 2019: 742) steigt.

 

Weitere Informationen

Auf https://www.polizei-beratung.de und unter https://www.polizeifürdich.de finden Sie weitere Informationen und Medien zum Thema.

 

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