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Lagebild Jugendkriminalität und -gefährdung

Jugendkriminalität
Lagebild Jugendkriminalität und -gefährdung
Das Lagebild Jugendkriminalität und Jugendgefährdung NRW zeigt die Entwicklung von Jugendkriminalität und Jugendgefährdung im Zwei- und Zehnjahresvergleich auf.
LKA NRW

Das Lagebild Jugendkriminalität und Jugendgefährdung NRW zeigt die Entwicklung von Jugendkriminalität und Jugendgefährdung im Zwei- und Zehnjahresvergleich auf. Tatverdächtige unter 21 Jahren werden deliktsspezifisch ausgewiesen. Das Lagebild enthält spezifische Angaben zu Straftaten mit dem Tatmittel Internet, Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, Straftaten gegen das Waffengesetz und Angaben zur Kriminalität an Schulen. 

Weiterhin enthält das Lagebild Daten zu unter 21-jährigen Opfern von Kindesmisshandlung und sexuellem Missbrauch.

Informationen zu aktuellen wissenschaftlichen Studien sowie Maßnahmen und Projekte zur Verhütung und Bekämpfung der Jugendkriminalität runden das Lagebild ab.

 

Jugendkriminalität im Zweijahresvergleich

Die Anzahl der jugendtypischen Delikte Diebstahl, Körperverletzung, Straftaten nach dem BtMG (Rauschgiftkriminalität), Sachbeschädigung und Erschleichen von Leistungen ist rückläufig. Bei den Raubdelikten zeigte sich ein Anstieg (4,1 Prozent) der unter 21-jährigen Tatverdächtigen (2017: 2977; 2018: 3098).

Die Anzahl der Tatverdächtigen insgesamt unter 21 Jahren ist von 2017 auf 2018 um 6,5 Prozent gesunken (2017: 106 284; 2018: 99 389).

 

Straftaten mit dem Tatmittel Internet

Straftaten, begangen mit dem Tatmittel Internet, zeigen, bezogen auf die unter 21-jährigen Tatverdächtigen, von 2017 auf 2018 einen Anstieg von 5,9 Prozent (2017:3678; 2018: 3894).

 

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung

Die Anzahl der unter 21-Jährigen, die Verdächtige einer Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung waren, ist vom Jahr 2017 auf das Jahr 2018 um 16,7 Prozent (2017: 2 427; 2018: 2 832) gestiegen.

Die Zuwächse liegen insbesondere im Bereich der sexuellen Belästigung und im Bereich der Verbreitung, des Erwerbs, des Besitzes und der Herstellung kinderpornographischer Schriften.

 

Straftaten gegen das Waffengesetz

Die Anzahl der Tatverdächtigen unter 21 Jahren bei Straftaten gegen das Waffengesetz ist vom Jahr 2017 auf das Jahr 2018 um 1,4 Prozent (2017: 6 074;2018: 5 992) gesunken.

 

Kriminalität an Schulen

Die Anzahl der Tatverdächtigen unter 21 Jahren bei Straftaten an Schulen ist vom Jahr 2017 auf das Jahr 2018 um 8,4 Prozent (2017: 9631; 2018: 8818) gesunken.

 

Jugendgefährdung - Opfer unter 21 Jahren

Die Anzahl der Opfer unter 21 Jahren ist vom Jahr 2017 auf das Jahr 2018 um 0,6 Prozent gesunken (2017: 58 421; 2018: 58 095).

 

Opfer unter 21 Jahren bei ausgewählten Delikten

Die Anzahl der Opfer sowohl bei sexuellem Missbrauch von Jugendlichen als auch bei der Misshandlung von Kindern ist rückläufig, wohingegen sie bei sexuellem Missbrauch von Kindern um 2,1 Prozent steigt (2017: 2 803; 2018: 2 862).

 

Weitere Informationen

Auf https://www.polizei-beratung.de und unter https://www.polizeifürdich.de finden Sie weitere Informationen und Medien zum Thema.