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Datenanalytische Bekämpfung des Wohnungseinbruchs in NRW weiter verstärkt

Screenshot SKALA
Datenanalytische Bekämpfung des Wohnungseinbruchs in NRW weiter verstärkt
Bei der eigenständig entwickelten Predictive Policing Software SKALA (System zur Kriminalitätsanalyse und Lageantizipation) handelt es sich um eine datenanalytischen Prognosetechnik, die sicherlich zu den spannendsten Polizeithemen gehört.

Auf Basis raumbezogener Daten berechnet das Landeskriminalamt (LKA) NRW mit Hilfe von SKALA die Wahrscheinlichkeit von Wohnungseinbrüchen, Gewerbeeinbrüchen sowie Kfz-Delikten und stellt die Prognosen den Polizeibehörden wöchentlich zur Verfügung. 

Die Software erfasst und kategorisiert beispielsweise Daten zu Einbrüchen in einer Stadt, also u. a. Tatort, Tatzeit und das Vorgehen der Täter. Diese Daten werden mit frei verfügbaren Informationen über Bebauung, Sozial- und Infrastruktur kombiniert. Ein Algorithmus bestimmt auf dieser Daten-Grundlage, in welchen Wohngebieten die Wahrscheinlichkeit für Einbrüche in der nächsten Zeit besonders hoch ist. So kann die Polizei dort besonders präsent und aufmerksam sein. 

Im Ergebnis ermöglicht SKALA die frühzeitige Identifizierung aufkommender Kriminalitätsbrennpunkte und fördert damit die zielgerichtete Aufgabenwahrnehmung der Polizei. SKALA unterstützt die Einsatzplanung so von zentraler Stelle und bietet neue Ansatzpunkte zur Kriminalprävention.

In großstädtischen Bezirken hat sich der Einsatz von SKALA bewährt. Für ländliche Bezirke bedarf es jedoch auf Grund der dort vergleichsweise geringen Fallzahlen bei zugleich großen Räumen noch weiterer Entwicklungsarbeit. 

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im Jahr 2019 mit 26.857 Fällen im Vergleich zum Vorjahr mit 29.904 Fällen landesweit erneut zurückgegangen. Dieser Trend scheint sich auch für das Jahr 2020 fortzusetzten.