Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik

Polizeihauptkommissar Heiko Patzelt, Polizeioberrat Volker Pfeiffer, Leitender Polizeidirektor Holger Meier stehen hinter großen weißen Buchstaben #LEBEN
Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik
Hier finden Sie Informationen zur Verkehrsunfallentwicklung im Kreis Gütersloh

Ein Ziel. Ankommen. Leben.

Diese vier Worte fassen sehr eindrucksvoll zusammen, worum es im Straßenverkehr geht. Jede Verkehrsteilnehmerin und jeder Verkehrsteilnehmer hat ein Ziel und möchte gesund und sicher dort ankommen. Doch das gelingt leider nicht immer.

Für uns als Polizei ist es eine besonders wichtige und stetige Aufgabe, eine sichere Fortbewegung für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen und diese nachhaltig auszurichten.

Die polizeiliche Verkehrssicherheitsarbeit steht daher unter dem Motto #LEBEN und dient dabei unmittelbar dem Schutz des Rechts auf Leben und der körperlichen Unversehrtheit. Das übergeordnete Leitziel ist, die Anzahl der im Straßenverkehr Getöteten und Schwerverletzten zu reduzieren.

Zu hohe Geschwindigkeiten, Alkohol und/oder Drogen oder der kurze Blick auf das Handy sind bewusste Entscheidungen der Verkehrsteilnehmenden und gefährden nicht nur das eigene Leben, sondern auch anderer Verkehrsteilnehmende.

Im Bereich der KPB Gütersloh wurden im Jahr 2024 insgesamt 11.489 Verkehrsunfälle erfasst. Dies stellt im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang dar (-2,35 %). Die meisten Verkehrsunfälle endeten mit reinen Sachschäden (10.251). 

Es verloren aber auch vierzehn Menschen ihr Leben. Dazu gab es 184 Schwerverletzte, die die Unfälle zwar überlebten, aber unter Umständen mit den Unfallfolgen ein Leben lang zu kämpfen haben. Alle Verkehrsunfälle dieser Art sind nicht nur bei Familienangehörigen, Verwandten und Freunden mit großem Leid und tiefer Trauer verbunden.

Die mit dem Motto #LEBEN einhergehende Fachstrategie Verkehr des Landes NRW sieht vor, dass nicht nur die Ahndung von Verkehrsverstößen zur Senkung der Verkehrsunfallzahlen stattfinden muss, sondern dass auch explizit die Präventionsmaßnahmen, also die Verkehrssicherheitsarbeit, verstärkt werden soll.

Dieser Verkehrssicherheitsarbeit widmet sich die KPB Gütersloh auch weiterhin mit ihren unterschiedlichen Netzwerkpartnern (Kreis Gütersloh, Kommunen, Verkehrswacht, VHS etc.) im Pedelc-Training für Senioren und Seniorinnen, Aktion Junge Fahrer (AJF), dem Radfahrtraining an Grundschulen, Training in Kindergärten etc., um die Vision Zero möglichst schnell Wirklichkeit werden zu lassen.

Kinder:

2024 verunglückte alle 60 Stunden ein Kind. Die Zahl der verunglückten Kinder ist aber glücklicherweise um 14,62 % gesunken (von 171 auf 146). Die meisten Kinder verunfallten mit dem Fahrrad. Es wurde kein Kind getötet.

Jugendliche:

Die Zahl der verunglückten Jugendlichen ist nahezu gleichgeblieben (von 111 auf 110). Die meisten Jugendlichen verunglückten mit einem motorischen Zweirad (39). Eine Person davon wurde getötet.

Junge Fahrer (18 – 24 Jahre):

Anstieg der Verunglückten um 12,87 % (von 202 auf 228). Ein junger Fahrer verunglückte als PKW-Führer tödlich.

Senioren (65+):

Die Anzahl der Verunglückten hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 9,88 % verringert, von 253 auf 228. Drei Senioren/-innen verunglückten tödlich.

Gruppe Rad- und Pedelecfahrende:

Rückgang der Verunglückten um 11,62 % (von 611 auf 540)

  • Zwei Radfahrende verstarben - 467 wurden verletzt, 71 schwer.

Foto v.l.n.r.: Polizeihauptkommissar Heiko Patzelt, Polizeioberrat Volker Pfeiffer, Leitender Polizeidirektor Holger Meier

In dringenden Fällen: Polizeinotruf 110