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Polizeiliche Sucht- und Drogenprävention

Jugendlicher raucht
Polizeiliche Sucht- und Drogenprävention
Die polizeiliche Drogenprävention in Nordrhein-Westfalen ist integrativer Bestandteil der landesweiten Suchtprävention.
LKA NRW

Die Polizei bekämpft Straßenverkehrs- und Gewaltdelikte, die auf Alkohol- und Drogenmissbrauch zurückzuführen sind und Straftaten der Rauschgiftkriminalität wie Einfuhrschmuggel, Handel und Drogenbesitz nicht nur repressiv. Ziel polizeilicher Maßnahmen der Suchtprävention ist die Unterstützung der originär verantwortlichen Träger der Suchtprophylaxe, um das Entstehen von Suchtkarrieren zu verhindern. Sie leistet auch vorbeugend einen wichtigen Beitrag zur Suchtprävention, indem sie insbesondere Jugendliche über rechtliche Aspekte, gesundheitliche Risiken und soziale Folgen des Konsums legaler sowie illegaler Suchtmittel aufklärt und so zu einem normgerechten Verhalten bewegt.

Besonderes Augenmerk auf Kinder und Jugendliche erforderlich

Prävention kann dazu beitragen, dass es gar nicht erst zu einem gesundheitsschädlichen Konsum bzw. einer Sucht kommt, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Je früher es gelingt, diese mit Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung zu erreichen, desto wahrscheinlicher ist es, dass ein problematisches Konsumverhalten (ggf. mit strafrechtlicher Relevanz) verhindert werden kann. Jugendliche konsumieren insgesamt zwar weniger Alkohol, Tabak und Cannabis, dennoch: Rauschtrinken von Kindern und Jugendlichen ist in Deutschland immer noch stark verbreitet. Die Zahlen der Krankenhauseinweisungen zeigen, dass die Zahl der stationär wegen Alkoholvergiftungen behandelten Kinder und Jugendlichen, auch weiterhin auf bedenklich hohem Niveau liegt.
Die Initiative der Polizeilichen Kriminalprävention und der Länder und des Bundes gegen so genanntes Komasaufen: „Don’t drink too much – stay gold“, regt mit vielen Medienaktionen auf Bierdeckeln, Plakaten und durch Aktions- bzw. Botschafter-Spots Jugendliche zur Reflexion ihres eigenen Alkoholkonsums an.

Eine Checkliste für Festveranstalter gibt wichtige Tipps zum Thema Jugendschutz weiter. Harte Fakten zum Thema Alkohol im Straßenverkehr gibt es hier
http://staygold.eu/dont-drink-and-drive.html

Alkoholabgabetrainer

Der „Alkoholabgabetrainer“ (aus der Kampagne „Don’t drink too much – stay gold“), bietet unter anderem für Einzelhandel, Veranstalter und Gastronomie die Möglichkeit, das Wissen um die gesetzlichen Bestimmungen zu überprüfen.

Link zum Alkoholabgabetrainer

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) stellt auf ihrer Homepage Null Alkohol - voll Power ebenfalls Informationen für Jugendliche bereit. Unter den Aktionsbuttons Wissen - Machen – Reden finden Jugendliche Infos, Tipps und Beratung rund um den Konsum von Alkohol.

Vorbildfunktion der Eltern

Eltern sind Vorbilder und sollten deshalb auch durch ihr eigenes Konsumverhalten mit gutem Beispiel voran gehen. Deshalb sollten Sie Ihren Erziehungsauftrag konsequent und verantwortungsbewusst wahrnehmen. Regelungen und Grenzen zum Alkoholkonsum von Minderjährigen sind in den Beschränkungen des Jugendschutzgesetzes aufgeführt.
Die Kampagne „Alkohol? Kenn Dein Limit“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informiert Jugendliche, Heranwachsende und Erwachsene ausführlich und sachkundig zum Thema Alkohol und konsumriskantem Verhalten.

http://www.kenn-dein-limit.de/

Neue Trends und Konsummuster - neue Herausforderungen

Die gesundheitlichen Risiken und Folgen neuer psychoaktiver Substanzen (so genannte „Legal highs“) sind in durch ihre vielfältigen chemischen Abwandlungen für den Einzelnen nur schwer einschätzbar. Die Polizei informiert dazu Beratungsstellen und Akteure der Sucht- und Drogenprävention über aktuelle Trends, damit diese die Erkenntnisse in ihren Konzepten zur Sucht- und Drogenprävention umsetzen können.

Das Internetportal drugcom.de informiert Ratsuchende ausführlich über legale und illegale Drogen und bietet auch auf Anfrage Beratung und Hilfe an.

Klare Rechtslage im Strafgesetzbuch für Fahrten unter Alkohol- und Drogeneinfluss

Anders als bei Alkohol gibt es bei illegalen Drogen keine gesetzlichen Grenzwerte, um Fahruntauglichkeit zu definieren. Es gilt die „Null-Promille-Grenze“ für illegale Drogen. Jeder, bei dem Drogen (Ecstasy, Speed, Haschisch etc.) im Blut festgestellt werden, kann seinen Führerschein verlieren.

Aber auch schon der Besitz von Drogen – auch in geringen Mengen – kann dazu führen. Denn laut Fahrerlaubnisverordnung  (Anlage 4, Nr. 9) wird in der Regel davon ausgegangen, dass Drogenkonsumenten nicht geeignet sind, ein Fahrzeug zu führen.

Hinweise für Eltern und weitere Fakten zu Drogen im Straßenverkehr gibt es auf der Homepage „Don’t drug and drive“ des Gesamtverbandes der Versicherer. e.V. https://udv.de/de/mensch/junge-fahrer/illegale-drogen-im-strassenverkehr