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Neue Boote braucht das Land - Teil 3

Erster Trimm- und Schwimmversuch
Neue Boote braucht das Land - Teil 3
Maschinen, Getriebe und Wellenanlagen sind eingebaut und die Arbeiten im Maschinenraum fast abgeschlossen.
PP Duisburg/LZPD NRW

Der zweite Bauabschnitt ist abgeschlossen und der Bootsneubau liegt damit gut im Zeitplan. Der Einbau der Maschinenanlage inklusive Getriebe, Wellen- und Ruderanlage ist abgeschlossen. Ebenso ist die Innenisolierung des Bootes, insbesondere des Maschinenraumes, vervollständigt und die Grundierung wurde fertiggestellt. Die Abnahme durch einen amtlich vereidigten Sachverständigen von CE-Proof Deutschland erfolgt in Kürze.
Erste Schwimm- und Trimmtests ergaben, dass das Boot auf den Zentimeter genau im errechneten Trimm liegt. Dies ist bei Neubauten tatsächlich selten der Fall und spricht sowohl für die Qualität der Planung als auch der Bauausführung.

 

Umweltschutz

Die Maschinen erfüllen alle aktuellen Umweltstandards unter anderem die ZKR Stufe 2 Kap. 8a (Zentralkommission für die Rheinschifffahrt). Alle geforderten Grenzwerte werden deutlich unterschritten.
Dies gilt insbesondere auch für die Heizungsanlage des Bootes. Hier wurde ein System gewählt, welches durch eine optimierte Verbrennung (Blaubrennertechnologie) beste Verbrauchs- und Umweltwerte erzielt. Heizkörper wurden im Boot so positioniert, das Teile des Gangbords, wie z.B. die Eingangsbereiche im Winter eisfrei gehalten werden können.
Moderne Rheinstreifenboote der Wasserschutzpolizei kommen, bedingt durch die umfangreiche technische Ausstattung, nicht mehr ohne ein 230V-Wechselstromnetz aus. Dies wurde beim bisherigen Bootstyp „2000“ durch 230V-Lichtmaschinen erzeugt. Leider hatte dies zur Folge, dass zur Erzeugung dieser Spannung grundsätzlich mindestens eine Hauptmaschine in Betrieb sein musste, auch wenn sich das Boot zu Vernehmungen oder anderen schriftlichen Arbeiten nicht in Fahrt befand.
Bei den Neubauten wird stattdessen ein Kombigerät eingebaut, welches sowohl als Wechselrichter für die 230V-Stromversorgung als auch als Ladegerät für die sechs 220Ah AGM-Fließbatterien eingesetzt wird. Hierdurch werden die Hauptmaschinen zur 230V-Stromerzeugung im Normalfall nicht mehr benötigt.

Sowohl aktuell als auch in Zukunft wird die Wasserschutzpolizei Nordrhein-Westfalen bestrebt sein, alle umweltschutzrelevanten Normen zu erfüllen.

 

Antriebsstrang

Das Boot ist mit zwei Schiffsdieseln der Firma Iveco (C 87 ENT M62.11/) ausgestattet. Diese Schiffsdiesel mit jeweils sechs Zylindern haben einem Hubraum von 8,7 Litern und eine Leistung von bis zu 331 KW. Die Übertragung zu den Propellern erfolgt über einen V-Antrieb. Hierbei führt jeweils eine Welle von den Maschinen zu sogenannten V-Getrieben in Richtung Vorschiff. Von den Getrieben aus führt die Antriebswelle dann Richtung Heck des Bootes. Durch diese Art des Antriebs steht im Maschinenraum, im Gegensatz zum konventionellen Antrieb, mehr Platz für technische Arbeiten und Aggregate zur Verfügung.

Im letzten Artikel (21.05.2019) berichteten wir von der Fertigstellung des Kasko (Schiffsrumpf und Aufbauten). Im Vergleich zu einem Hausbau wäre es die Fertigstellung des Rohbaus.
Jetzt beginnt der Innenausbau und damit der dritte Bauabschnitt.

Das Achterschiff mit Wellen, Propellern und Ruderblättern
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Das Achterschiff mit Wellen, Propellern und Ruderblättern

Zwei Ruderblätter sowie zwei fünf-flügelige Propeller sorgen für die nötigen Manövriereigenschften und den Vortrieb PP Duisburg
Erster Trimm- und Schwimmversuch
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Erster Trimm- und Schwimmversuch

Ein spannender Moment, das Boot ist das erste mal in "seinem Element"PP Duisburg
Maschinenraum des neuen Bootes
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Maschinenraum des neuen Bootes

Einer von zwei Schiffsdieseln. Jede Maschine hat eine Leistung von 331 KwPP Duisburg
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