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Nationales Konzept Sport und Sicherheit

Fußball Fans
Nationales Konzept Sport und Sicherheit
Basis für die gemeinsame Sicherheitsarbeit von Polizei, Kommunen, Vereinen und Verbänden, Fanprojekten, Verkehrsunternehmen und weiteren Netzwerkpartnern.
IM NRW

Das Nationale Konzept Sport und Sicherheit (NKSS) bildet die Grundlage für ein bundesweit abgestimmtes und einheitliches Handeln aller Beteiligten rund um die Sicherheit bei Sportveranstaltungen. Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen und Phänomene wurde das NKSS auf Initiative des Ministeriums für Inneres und Kommunales NRW überarbeitet und fortgeschrieben. Dies erfolgte im Nationalen Ausschuss Sport und Sicherheit (NASS), dem Vertreter politischer Fachministerkonferenzen (Innenminister-, Sportminister-, Jugend- und Familienminister- , Verkehrsminister- und Bauministerkonferenz), von Bundeministerien (Bundesministerium des Inneren und Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), von Sportverbänden (Deutscher Fußball-Bund, Deutscher Olympischer Sport Bund), dem Deutschen Städtetag sowie der Koordinierungsstelle Fanprojekte als Mitglieder sowie weiterer Einrichtungen und Institutionen als Fachberater vertreten sind.

Das NKSS (2012) verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und setzt insbesondere auf eine verantwortungsbewusste Fankultur, einen offenen Dialog mit allen Fans, konsequentes Vorgehen gegen Gewalt und eine exzellente Netzwerkarbeit.

Die Umsetzung der im NKSS enthaltenen Empfehlungen erfolgt in Nordrhein-Westfalen auf Grundlage der Initiative „Mehr Sicherheit bei Fußballspielen in NRW“. Wesentlicher Baustein der Initiative ist das  polizeiliche Rahmenkonzept, das die Polizeibehörden in NRW bereits seit Januar 2011 umsetzen. Das Rahmenkonzept gibt Grundsätze für die Netzwerkarbeit, die Zusammenarbeit mit Fanvertretern sowie den Fan-Dialog vor. Darüber hinaus sind die Polizeibehörden dazu verpflichtet, die Nutzung präventiv polizeilicher Maßnahmen intensiv zu prüfen, konsequent gegen Störer und Gewalttäter vorzugehen sowie auf örtlicher Ebene darauf hinzuwirken, dass alle Beteiligten den in ihren Zuständigkeitsbereichen liegenden Aufgaben umfänglich nachkommen und eigenverantwortlich Maßnahmen treffen. Zu diesen Maßnahmen gehören zum Beispiel die Begleitung von Fans zu Auswärtsspielen durch vereinseigene Ordner, das Angebot attraktiver Reisemöglichkeiten zu Auswärtsspielen, eine  Abstimmung der Sicherheitskonzepte und ggf. die Reduzierung von Kartenkontingenten sowie das Ausschließen von Gewalttätern und die Festsetzung bundesweit wirksamer Stadionverbote konsequent zu prüfen.

Wesentliche Grundzüge der Initiative „Mehr Sicherheit bei Fußballspielen in NRW“ wurden im Fortgang von den Gremien der ständigen Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder (IMK) für einen bundesweit einheitlichen Umgang mit Fangruppen sowie mit Gewalttätern übernommen. Auf dieser Basis sind die beiden auf nordrhein-westfälische Initiative ergangenen Beschlüsse der IMK ergangen, eine kriminalpolizeiliche Rahmenkonzeption „Intensivtäter Sport und Gewalt“ sowie „Einheitliche Standards zur Anwendung präventiv polizeilicher Maßnahmen“ unter Leitung NRW zu erarbeiten.

Weitere Informationen zum NKSS, der Arbeit des NASS sowie eine Übersicht zu den Örtlichen Ausschüssen Sport und Sicherheit erhalten Sie auf dieser Seite bzw. hier: www.nkss.de