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Lagebild Menschenhandel

Menschenhandel
Lagebild Menschenhandel
2017 sind insgesamt 89 Fälle von Menschenhandel und Ausbeutung gemeldet worden. Im Zehn-Jahres-Vergleich gibt es keine signifikanten Schwankungen. Die durchschnittliche Verfahrensdauer betrug 125 Tage, fünf der 89 Verfahren dauerten länger als ein Jahr. In elf Fällen wurden Finanzermittlungen durchgeführt. Insgesamt gab es 128 weibliche und drei männliche Opfer. Das jüngste Opfer war 16 Jahre alt.
LKA NRW

Aufnahme weiterer Formen der Ausbeutung in das Strafgesetzbuch

Das Lagebild 2017 trägt den neuen Namen „Menschenhandel und Ausbeutung“. Grund dafür ist eine Gesetzesänderung vom 15. Oktober 2016, die die Paragraphen 232 ff. Strafgesetzbuch neu geregelt und neben der sexuellen Ausbeutung weitere Formen der Ausbeutung als Straftatbestand aufgenommen hat. Ein Vergleich mit den früheren Lagebildern ist daher nur eingeschränkt möglich. Nach der Neuregelung des Strafrechts ist nun der Begriff Menschenhandel an internationales Recht angeglichen worden.

 

Auch die Ausbeutung von Minderjährigen in einer Beschäftigung steht jetzt unter Strafe 

Betrachtet werden die sexuelle Ausbeutung, Ausbeutung in einer Beschäftigung und die Ausbeutung von Minderjährigen. Nur die Fälle, die den Strafverfolgungsbehörden auch bekannt sind, können hier abgebildet werden. Nicht jedes Opfer zeigt die Tat auch an. Daher spiegelt das Lagebild nur einen Teil der tatsächlichen Kriminalität in diesen Bereichen wieder.