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Ausgerückt, um in der Not zu helfen

Hochwasser und Starkregen
Ausgerückt, um in der Not zu helfen
Das Wasser kam mit Macht. Dutzende Menschen verloren in Nordrhein-Westfalen nach dem Starkregen am 14. Juli ihr Leben. 25 Städte und Landkreise aus den Regierungsbezirken Köln, Düsseldorf und Arnsberg waren betroffen, ganz besonders die Städteregion Aachen, der Rhein-Erft- und der Rhein-Sieg-Kreis, der Kreis Euskirchen, Hagen und der Märkische Kreis. Hubschrauber evakuierten Hunderte Patienten aus Krankenhäusern. Infrastruktur wurde zerstört: Straßen, Bahntrassen, Leitungen für Strom, Gas und Wasser, zudem die Mobilfunknetze.
IM NRW

In den ersten Tagen nach der Starkregenkatastrophe waren die Einsatzkräfte in Nordrhein-Westfalen zu mehr als 32.000 Einsätzen landesweit ausgerückt. Fast 20.000 Kräfte waren täglich gefordert, darunter 16.500 Feuerwehrleute, mehr als 900 Angehörige von Hilfsorganisationen, rund 800 Kräfte des THW sowie viele weitere Helferinnen und Helfer in den örtlichen Krisenstäben. Viele arbeiteten „bis zur Erschöpfung und jenseits davon“, wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte. Auch die Polizei mit ihren hoch spezialisierten Kräften.

Beispiel Erftstadt: Hier suchte die Tauchergruppe der Technischen Einsatzeinheit Wuppertal in der vollgelaufenen Kiesgrube nach Opfern, eine Einsatzhundertschaft sicherte den evakuierten Stadtteil Blessem, andere Beamtinnen und Beamten halfen ausländischen Lkw-Fahrern, die durch die Sperrungen auf den Autobahnen A 1 und A 61 irritiert waren.

Beispiel Hagen: Dort wurden der Polizei sogenannte Schrottsammler gemeldet, die im Stadtgebiet unterwegs waren und sich aus den Möbelbergen vor den leer geräumten Häusern bedienten. Ordnungswidrigkeits- und Strafverfahren folgten. In den besonders betroffenen Stadtteilen, in denen viele Wohnungen und Häuser unbewohnbar waren, fuhr die Polizei Tag und Nacht verstärkt Streife, um das Sicherheitsgefühl der Anwohner zu stärken.

Beispiel Steinbachtalsperre: Die Einsatzkräfte trafen immer wieder auf Katastrophen-Touristen und Schaulustige, die die Arbeiten der Rettungskräfte zusätzlich erschwerten – manche ließen sogar Drohnen aufsteigen.

Wie geht es weiter in den Krisengebieten? „Wir brauchen einen sehr langen Atem“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Besuch in Bad Münstereifel. 

 

NRW-Innenminister Herbert Reul zu den Folgen des Starkregens am 15. Juli 2021:

„Ich bin mit meinen Gedanken bei den Toten dieser Katastrophe, die große Teile unseres Landes ereilt hat. Ihren Angehörigen wünsche ich in diesen schweren Stunden viel Kraft. Viele Menschen werden weiterhin vermisst. Das bestürzt mich zutiefst.  Alle verfügbaren Kräfte von Feuerwehr, Katastrophenschutz und Polizei kämpfen derzeit Seite an Seite und tun alles dafür, den Menschen im Land in dieser schrecklichen Situation zu helfen. Jeder einzelne leistet momentan Übermenschliches. Dafür bin ich außerordentlich dankbar. Seit gestern berät die Koordinierungsgruppe des Krisenstabes in meinem Haus permanent zur aktuellen Lage. Minütlich gehen neue Lageberichte ein.“

 

Bitte benutzen Sie auch die Warn-Apps für Informationen zur Lage vor Ort.

 

 

Aktuelle Informationen finden Sie u.a. unter:

Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV)

Wasserstände der Gewässer in Nordrhein-Westfalen

 

 

Soforthilfe nach Unwetter

Die Landesregierung stellt unbürokratische Soforthilfe für von der Unwetterkatastrophe betroffene Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Angehörige freier Berufe, Landwirte und Kommunen in Höhe von 200 Millionen Euro bereit. Wichtige Informationen dazu finden Sie hier.

 

Aktion „NRW hilft“ ins Leben gerufen

Unter dem Slogan „Nordrhein-Westfalen steht zusammen“ hat sich die Aktion „NRW hilft“ formiert, in der sich die großen Hilfsorganisationen im Land zu einem Spendenbündnis zusammenschließen. Es wurde ein gemeinsames Spendenkonto eingerichtet, um die enorme Spendenbereitschaft in Nordrhein-Westfalen an einer zentralen Stelle zusammenzuführen.

 

 

Hochwasser und Starkregen
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Hochwasser und Starkregen

IM NRW / Jochen Tack
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