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Realität erfahren. Echt hart.

Logo der Polizei NRW Landeskampagne Crash Kurs
Realität erfahren. Echt hart.
„Crash Kurs NRW“ ist ein Verkehrsunfallpräventionsprogramm für junge Erwachsene, bei dem u. a. die Polizei NRW die Bildungseinrichtungen im Rahmen ihrer Mobilitätserziehung unterstützt. Das Programm richtet sich speziell an Jugendliche der 10. und 11. Jahrgangsstufe sowie an Berufsschülerinnen und Berufsschüler.
IM NRW

Hintergrund

In Nordrhein-Westfalen ereignen sich pro Jahr 650.000 Verkehrsunfälle. Mehr als 480 Menschen werden dabei getötet und über 13.000 Menschen schwer verletzt. Der Anteil von jugendlichen Verkehrsteilnehmern bei den Verursachern von schweren Unfällen ist überproportional hoch. Das ist alarmierend und inakzeptabel. Überhöhte Geschwindigkeit, das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes, der Konsum von Alkohol und Drogen: Das sind in über 50 Prozent aller Fälle die Ursachen, warum Menschen im Straßenverkehr zu Tode kommen oder schwer verletzt werden. Die Polizei geht gemeinsam mit ihren Partnern beim „Crash Kurs NRW“ neue Wege. Die Anregungen stammen aus Staffordshire in England, wo man mit einem vergleichbaren Programm bereits seit Jahren gute Erfahrung gemacht hat.

 

Was ist „Crash Kurs NRW“?

„Crash Kurs NRW“ ist ein Verkehrsunfallpräventionsprogramm für junge Erwachsene, bei dem u. a. die Polizei NRW die Bildungsreinrichtungen im Rahmen ihrer Mobilitätserziehung unterstützt. Das Programm richtet sich speziell an Jugendliche der 10. und 11. Jahrgangsstufe sowie an Berufsschülerinnen und Berufsschüler, da der Anteil von jugendlichen Verkehrsteilnehmern bei den Verursachern schwerer Verkehrsunfälle überproportional hoch ist.

 

Vorbereitung, Bühnenveranstaltung, Nachbereitung…

…sind die drei elementaren Bestandteile des „Crash Kurs NRW“.

Im Unterricht werden die jungen Leute darauf vorbereitet, was sie in der Bühnenveranstaltung erwartet. Polizeibeamte, Feuerwehrleute, Rettungssanitäter, Notfallseelsorger, Angehörige und Opfer berichten darin von ihren Erfahrungen und Erlebnissen bei Unfällen, an denen junge Menschen beteiligt waren. Sie zeigen Bilder oder Videos von Unfallstellen und erzählen, was dort für ein Unfall geschehen ist. Wie sie sich bei der Erstversorgung oder dem Überbringen einer Todesnachricht gefühlt haben. Welche Aufgaben sie hatten. Was dieser eine vorgestellte Unfall mit ihnen macht bzw. gemacht hat.

Alle Akteure sind Profis in ihrem Beruf, erledigen ihre Arbeit checklistengetreu, soviel ist klar. Aber sie sind auch Menschen, Väter, Mütter, Geschwister und haben eigene Familien. Und eines lässt sie nicht kalt: Wenn Jugendliche bzw. junge Erwachsene so schwer verletzt sind, dass sie nicht mehr helfen können.

Alle versuchen zu vermitteln, dass Verkehrsunfälle in den fast immer Fällen nicht einfach so passieren, sondern verursacht werden, weil Regeln missachtet wurden. Und genau deshalb sind Unfälle vermeidbar…

Während und nach der Veranstaltung stehen Seelsorger zur Betreuung bereit, falls einzelne Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestürzt den Raum verlassen. Im Anschluss an die Veranstaltung wird ausreichend Zeit für Gespräche eingeplant, um das Gehörte zu verarbeiten.

Für die Nachbereitung in verschiedenen Unterrichtsfächern stehen auf dem Mandantenserver der Universität zu Köln beispielhaft Materialien zur Verfügung wie z. B. ein Rollenspiel. Lehrerinnen und Lehrer können die Unterlagen nutzen, um gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern aktiv Handlungsalternativen zu erarbeiten und Kompetenzen zu stärken.

 

Wirkung

„Crash Kurs NRW“ wird durch die Universität zu Köln wissenschaftlich begleitet. Informieren Sie sich über das Präventionsprogramm und finden Sie Nachbereitungsmaterial unter: http://www.crashkurs-nrw.uni-koeln.de/

 

Nehmen Sie Kontakt auf:

Gerne nennen wir Ihnen einen kompetenten Ansprechpartner direkt in Ihrer Nähe. E-Mail: crashkurs@polizei.nrw.de