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Streifenwagen der Polizei NRW

Die neuen 3er BMW
Streifenwagen der Polizei NRW
Die NRW-Polizei modernisiert ihren Fahrzeugpark. Die ersten zwölf BMW 318d Touring wurden am 09.11.2015 an Polizisten aus Duisburg, Essen, Gelsenkirchen und Hamm übergeben
IM NRW

„Die neuen Streifenwagen erfüllen die hohen technischen Anforderungen für den täglichen Dienst und bieten ein Höchstmaß an Sicherheit“, sagte  der damalige Minister Jäger. „Ein moderner Fahrzeugpark verbessert die Arbeitsbedingungen unserer Polizisten im Streifendienst. Sie brauchen für ihren mobilen Arbeitsplatz sichere und funktionale Fahrzeuge.“ Noch bis Endes des Jahres 2015 wurden rund 300 weitere BMW-Streifenwagen an die Polizeibehörden übergeben.

Die neuen Polizeifahrzeuge sind mit einer gelben, fluoreszierenden Folie beklebt. „Damit sind die Einsatzwagen auch bei Tag erheblich besser zu erkennen“, erläuterte Jäger. Der 2-Liter Dieselmotor verfügt über 150 PS. Das Fahrwerk ist für den Polizeidienst angepasst. Dazu kommen dynamische Bremsleuchten und eine so genannte Runflat-Bereifung. Notlaufeigenschaften und verstärkte Flanken sorgen dafür, dass die Reifen selbst ohne Luftdruck nicht völlig einsinken und von der Felge springen können. Die dynamischen Bremsleuchten helfen dem nachfolgenden Verkehr, ein leichtes Abbremsen von einer Vollbremsung zu unterscheiden. „Das Sicherheitspaket schützt nicht nur die Fahrzeuginsassen sondern auch andere Verkehrsteilnehmer“, betonte Jäger.

BMW hatte im Mai den Zuschlag für das Leasen von bis zu 1.845 neuen BMW 3er Touring in den nächsten drei Jahren vom Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD NRW) erhalten. Dafür stehen 21 Millionen Euro zur Verfügung. Vorangegangen war ein europaweites Vergabeverfahren. Grundlage dafür ist ein umfangreiches technisches Leistungsverzeichnis, das bis ins Detail die notwendigen Ausstattungsmerkmale der Streifenwagen beschreibt. Alle Hersteller mussten sowohl Kauf- als auch Leasingangebote abgeben. „Unsere Wirtschaftsexperten haben die Angebote sehr genau geprüft“, erläuterte Jäger. „Das Leasingangebot von BMW war eindeutig die wirtschaftlichste Lösung.“

Pauschalkritik an neuen Streifenwagen nicht nachvollziehbar

Der Direktor des Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD NRW), Rainer Pannenbäcker, hat mit Unverständnis auf die Kritik an den neuen Streifenwagen der NRW-Polizei reagiert: „Uns ist auch keine Umfrage unter Polizistinnen und Polizisten in NRW bekannt“, sagte Pannenbäcker am 13.05.2016 in Duisburg. „Das irritiert vor allem deshalb, weil die Experten meines Hauses ständig in Kontakt mit den Praktikern stehen, um sich über die Einsatzerfahrungen mit den neuen Fahrzeugen auszutauschen. Für konstruktive Verbesserungsvorschläge sind wir immer dankbar.“

In der Berichterstattung war unter anderem von dem ungünstig angebrachten Funkverteilerkasten im Fußraum die Rede. „Dieses Problem ist uns tatsächlich in einem Fall beschrieben worden. Wir haben gemeinsam mit BMW eine Lösung gefunden“, erläuterte Pannenbäcker. Die Kästen werden jetzt mit einer Abdeckplatte nachgerüstet. Andere Vorwürfe sind schlicht falsch: „Die schweren Schutzwesten und Helme können sicher im Fahrzeug verstaut werden“, bekräftigte der Direktor des LZPD.

Der hochmoderne 3er BMW ist in anderen Bundesländern seit längerem problemlos im Einsatz. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hatte darauf hingewiesen, dass es in Bayern einen Fahrzeugmix gebe. „Genau wie in NRW“, betonte Pannenbäcker. Die Autobahnpolizei fährt stärker motorisierte 5er BMW. Außerdem verfügt jede rund um die Uhr besetzte Wache über VW-Busse, um Festgenommene transportieren zu können.

Für die Ausschreibung der neuen Streifenwagen hatte das LZPD ein umfangreiches Leistungsverzeichnis mit Hilfe der Kolleginnen und Kollegen aus dem Wach- und Wechseldienst erstellt. Dieses Verzeichnis ist auch mit den Personalvertretungen abgestimmt worden. Erst nach Erfüllung aller Kriterien dieses Pflichtenhefts konnten Fahrzeughersteller überhaupt ein Angebot abgeben. „Bei der Beschaffung moderner Einsatzmittel gilt für uns immer die Devise: Erst die Praxis, dann der Preis“, betonte Pannenbäcker. Natürlich werde über neue Fahrzeuge und deren Eigenschaften auch diskutiert: „Ein Auto, das 20.000 Menschen gleich gut gefällt, gibt es nicht.“

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