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Städtebauliche Kriminalprävention

Städtebauliche Kriminalprävention
Städtebauliche Kriminalprävention
Die Planung von Wohnraum kann sowohl das Sicherheitsempfinden positiv beeinflussen als auch dazu beitragen, Tatgelegenheiten und somit Kriminalität zu reduzieren.

LKA NRW

Verschiedene Faktoren und deren Wechselwirkung sind die Ursachen für die Entstehung von Straftaten. Zwischen dem räumlichen Umfeld, der Sozialstruktur und dem individuellen Verhalten von Menschen, also auch dem abweichenden Verhalten, besteht ein Zusammenhang. Bestimmte Bau- und Nutzungsstrukturen können die Begehung von Delikten begünstigen oder hemmen und wirken sich darüber hinaus negativ oder positiv auf das Sicherheitsgefühl der Menschen aus.

Die Rolle der Polizei

Die Kriminalitätsängste stehen dabei nicht immer in direktem Zusammenhang mit der registrierten Kriminalität und dem Grad der individuellen potentiellen Gefährdung. Die Polizei verfügt meist als erste Institution über Erkenntnisse zur Entwicklung der Kriminalität. Durch Kontakte mit den Anwohnern kennt siedas Sicherheitsgefühl der Bewohner in Stadtteilen und Bezirken. Es ist polizeiliche Aufgabe und Verpflichtung, solche Erkenntnisse, möglichst als „Frühwarnsystem“, in Sicherheitskonferenzen, Ordnungspartnerschaften, Netzwerken und Kooperationen einzubringen.

Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) leistet auf Landesebene mit anderen Verantwortlichen Grundsatzarbeit und informiert die Kriminalkommissariate Kriminalprävention/Opferschutz der Kreispolizeibehörden über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse sowie aktuelle Entwicklungen und Tendenzen.
Dazu zählt das Forschungsprojekt „SoPräv - Sozialräumliche (Kriminal-) Prävention in Quartieren in NRW“. Initiiert vom Landespräventionsrat NRW wurde untersucht, ob die verschiedenen Maßnahmen in fünf umgestalteten Quartieren in Nordrhein-Westfalen bezogen auf die Sicherheitslage und das Sicherheitsgefühl zu Veränderungen geführt haben.

Die Polizei gibt auf der Grundlage kriminologischer Erkenntnisse Hinweise zur kriminalpräventiven Siedlungsgestaltung. Diese sind veröffentlicht in
„Städtebau und Kriminalprävention - Eine Broschüre für die planerische Praxis“
aus dem Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK).
http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/staedtebau/

Weiterführende Informationen

Forschungsschwerpunkt „Sozial • Raum • Management“ der technischen Fachhochschule Köln

https://www.th-koeln.de/angewandte-sozialwissenschaften/forschungsschwerpunkt-sozial-raum-management_15127.php

„Die Europäische Sicherheitsnorm ENV 14383-2  - Verfahren zur Sicherheitsprüfung“    Artikel von Paul van Soomeren und Julia Mölck, Planungsbüro DSP-Groep, Amsterdam

http://www.dsp-groep.nl/getFile.cfm?file=Sicherheit%20durch%20Stadtgestaltung.pdf&dir=Rapport

 

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