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Mercedes „Vito“ im Polizeieinsatz

Streifenwagen Vito
Mercedes „Vito“ im Polizeieinsatz
Der neue Kleinbus wird seit Herbst 2017 im Streifendienst eingesetzt und löst sukzessive den VW T 5 ab.
IM NRW

Das Mercedes Vito enthält jeglichen Komfort eines Funkstreifenwagens in der Pkw-Klasse, gepaart mit den Vorteilen eines Kleinbusses, wie zum Beispiel ein für diese Klasse übliches Raumangebot. Der neue Wagen vereint damit Vielseitigkeit, Komfort, Qualität und Sicherheit auf der Straße.

Die Anforderungen an die Einsatzmittel im täglichen Dienst steigen ständig. Deshalb hatten die Experten des LZPD NRW im Vorfeld der Ausschreibung ein umfangreiches Pflichtenheft für die Fahrzeughersteller erstellt. Gesucht wurde ein Dienstwagen in der Fahrzeugklasse eines Kleinbusses, aber mit dem Anforderungsprofil und Funktionsumfang eines Funkstreifenwagens. Für die anschließende Vergabe ist üblicherweise das Gesamtpaket ausschlaggebend. Beim Mercedes Vito handele es sich um ein sehr modernes Fahrzeug mit einigen Highlights.

Die Ausstattung lässt kaum Wünsche offen

Insgesamt ist eine Vielzahl von Innovationen aus der Autoindustrie der letzten Jahre eingeflossen, die auch dieses Dienstfahrzeug sicher, modern und nicht zuletzt bequem machen. Ein wichtiges Ausstattungsdetail, das unter den Kolleginnen und Kollegen auf viel Zuspruch stieß und über das angeregt diskutiert worden war, ist das Navigationsgerät. „Das Navi kommt allen zugute – egal, wo das Fahrzeug später eingesetzt wird“, machte Polizeihauptkommissar (PHK) Thomas Lütkemeyer von der Düsseldorfer Autobahnpolizei deutlich. „Gerade zur heutigen Zeit unterstützt man oft in anderen Bereichen, wo man sich nicht auskennt, da ist das Navigationsgerät auf jeden Fall sehr sinnvoll.“

Das Entertainmentprogramm ist ein weiteres Highlight des neuen Mercedes Vito. „Selbst Bluetooth und Freisprecheinrichtung gehören jetzt zu der künftigen Ausstattung in den neuen Fahrzeugen“, erklärte PHK Oliver Steinkamp, zuständiger Sachgebietsleiter im Bereich des landesweiten Fuhrparkmanagements beim LZPD NRW. Eine Innenraumüberwachung zur Sicherung der mitgeführten Waffen und sonstigen Führungs- und Einsatzmittel sowie ein Radio runden das geforderte Ausstattungspaket ab.

Sichere und auffällige Dienstfahrzeuge

Eine Autobahnpolizeiwache hatte den Wunsch nach Änderungen an der Matrix der Warntafeln. Bisher konnte man nur „Stopp Polizei“ anzeigen lassen. Dieser Wunsch wurde bereits in der jetzigen Fahrzeugcharge berücksichtigt. Künftig können auch weitere wichtige Hinweise, wie Gefahr, Sperrung, Stau und vieles mehr eingespielt werden.

Neu ist auch der Informationssignalgeber vorne, der – zur Verbesserung des Unfallschutzes für Fußgänger – von außen auf der Motorhaube nach innen hinter die Frontscheibe auf das Armaturenbrett wanderte. Im Bedarfsfall kann er dort elektrisch aufgeklappt werden. Damit sind jetzt auch hier alle Infotexte darstellbar.

Die Sondersignalanlage hat jetzt Warnblinker und zusätzliche Lautsprecher nach vorne, um die Verkehrsteilnehmer noch besser zu erreichen.

Für den Hintergrund der neuen retroreflektierenden Folie an den Fahrzeugen, die den Dienstwagen besser erkennbar machen, zeigten die Kolleginnen und Kollegen ebenfalls reges Interesse. Es gibt einen Grund, warum das Fahrzeug nicht auch im oberen Bereich komplett gelb gestaltet wird: Das Design der gelben Folierung ist in der Studie zur „Verbesserten Erkennbarkeit von Streifenfahrzeugen auf Bundesautobahnen und autobahnähnlichen ausgebauten Straßen“ bereits festgelegt. Ergänzend setzen die Fachleute des LZPD NRW auf eine retroreflektierende Folie, um die Erkennbarkeit der Einsatzfahrzeuge noch zu verbessern. Diese Folie bricht einfallendes Licht derart, dass sie im Prinzip zur eigenen Lichtquelle wird. Das erhöht die Sicherheit der Kolleginnen und Kollegen, etwa beim Absichern einer Unfallstelle.

Mehr Sitzkomfort für Fahrer und Beifahrer

Sehr gespannt zeigten sich besonders die körperlich großen Kollegen zu der angekündigten Sitzausstattung in Polizeiausführung. Der Praxistest fiel durchweg positiv aus. Alle waren der Meinung, dass man als Fahrer und Beifahrer jetzt sehr viel mehr Sitzplatzkomfort hat.

Im Bereich der Bereitschaftspolizei und der Alarmzüge wird es Ende des Jahres neue Fahrzeuge geben. So werden weitere, bisher als Halbgruppenfahrzeug eingesetzte VW T 5 durch das Nachfolgemodell VW T 6 abgelöst.