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Ein „Kraftraum“ der besonderen Sorte

Kraftraum
Ein „Kraftraum“ der besonderen Sorte
Das Zentrum für ethische Bildung und Seelsorge (ZeBuS) beim LAFP NRW erweitert sein Angebot rund um den bekannten und bewährten „Grenzgang“.
Lil Herholz, LAFP NRW

Woher kommt eigentlich die Kraft, um die alltäglichen Herausforderungen des Polizeiberufes zu meistern? Was sind kraftspendende und entlastende Aspekte des polizeilichen Alltags? Diese Fragen stellen sich Polizeibeschäftigte regelmäßig und stehen jetzt im Mittelpunkt des neuen ZeBuS-Projekts.

 

Eine „Muckibude für Kopf und Seele“

Der „Kraftraum“, ein Ort, der ganz anders daherkommt, als ein üblicher Seminarraum. Eine „Muckibude für den Kopf und die Seele“, das ist ein weiteres Angebot des ZeBuS in der Polizei NRW. Es richtet sich an alle Polizeibeschäftigen. Hier ist die Reflexion des eigenen Leistungsvermögens möglich, denn der „Kraftraum“ soll primär eine individuelle Stärkung bewirken. Die aufwändige Gestaltung des Raumes bietet dazu eine beruhigende und zugleich anregende Atmosphäre.

 

Angebote für alle Bediensteten – die Polizei NRW lässt niemanden allein

Der Austausch mit Beschäftigten der Polizei zeigt regelmäßig, dass Angebote wie der „Kraftraum“ oder der ebenfalls beim ZeBuS angegliederte „Grenzgang“ wichtige Bausteine sind, um die Reflexion der eigenen Haltung sowie der eigenen Energiequellen zu ermöglichen. Im seit Jahren bewährten „Grenzgang“ liegt der Fokus auf der Auseinandersetzung mit berufstypisch belastenden Themen. Das ist beispielsweise der Umgang mit Extremsituationen oder die Konfrontation mit dem Tod. Dabei wurde eines bisher bei jedem „Grenzgang“-Besuch deutlich: Wer dem Bösen begegnet, läuft Gefahr, den Blick für das Gute zu verlieren. Zur Bewältigung der Herausforderungen im Polizeiberuf bedarf es also einer Menge Kraft, und zwar nicht nur körperlicher Kraft. Die Polizei NRW lässt niemanden bei der Bewältigung dieser Herausforderungen allein.

 

Innenminister Reul eröffnet den „Kraftraum“

Zur Eröffnung des „Kraftraums“ der ganz besonderen Art reiste NRW-Innenminister Herbert Reul zum LAFP NRW nach Selm. Nicht nur die Einladung, sondern auch die Neugierde hatte den Minister nach eigenen Worten angetrieben. Er wollte mit eigenen Augen sehen, was der „Kraftraum“ ist und was in ihm vor sich geht. Dazu kam er mit Polizeibediensteten aus dem Land ins Gespräch und erfuhr im direkten Austausch über Belastungen z.B. im Wachdienst oder bei der Ermittlung von Sexualdelikten.

 

Tausende nehmen die Angebote des ZeBuS wahr

Schon über 15.000 Mitarbeitende der Polizei NRW sind im „Grenzgang“ der Frage nach den alltäglichen Herausforderungen des Polizeidienstes auf den Grund gegangen und unterstreichen die Bedeutung des ZeBuS und der Erweiterung um den „Kraftraum“. Der Besuch des NRW-Innenministers bestärkt und motiviert die Arbeit im ZeBuS, die allen Polizeibediensteten zugutekommt.