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Bilanz zum erfolgreichen Einsatz des Projekts Rennen unter Beteiligung des Innenministers

Verkehrskontrolle "Projekt Rennen" in Köln
Bilanz zum erfolgreichen Einsatz des Projekts Rennen unter Beteiligung des Innenministers
Innenminister Herbert Reul hat Freitagabend (26. Juli) die Spezialisten des Projekts Rennen an einer Kontrollstelle in Köln-Deutz besucht. Die Polizei Köln hat dieses Projekt eingerichtet, um gezielt gegen die illegale Raser-Szene in Köln vorzugehen.
Polizei Köln

An der Kontrollstelle am Tanzbrunnen präsentierten die Beamten des Spezialistenteams "Projekt Rennen" dem Innenminister ihre Arbeit. Im Laufe des Abends überprüften sie dort acht Fahrzeuge, die augenscheinlich der illegalen Tuner-/Raser-Szene zuzuordnen waren. Durch verschiedenste Veränderungen an den Fahrzeugen unter anderem an der Karosserie, am Auspuff, am Fahrwerk oder an der Bereifung war jeweils die Betriebserlaubnis erloschen. Die Polizisten stellten vier dieser Fahrzeuge sicher. Sie wurden abgeschleppt. Die Polizei Köln hat sowohl gegen die Fahrzeugführer, als auch gegen die Fahrzeughalter ein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren eingeleitet.

Innenminister Herbert Reul appellierte noch während des laufenden Einsatzes gegen die Raser-Szene an der Kontrollstelle am Tanzbrunnen: "Unsere Straßen sind keine Rennstrecken und dürfen keine Schauplätze für Selbstinszenierung sein. Ich finde es unerträglich, dass diese Tempojunkies bei ihrem Kräftemessen auf der Straße Gefährdungen, schwerste Verletzungen und sogar den Tod von Unbeteiligten in Kauf nehmen. Danken möchte ich deshalb den Polizistinnen und Polizisten des Projekts Rennen für ihre gute und erfolgreiche Arbeit im Kampf gegen die illegale Raser-Szene. Sie machen die Straßen in Köln jeden Tag ein bisschen sicherer." Der Innenminister hat jetzt geregelt, dass das "Projekt Rennen" zum 01.09.2019 in eine feste Dienststelle innerhalb der Polizei Köln umgewandelt wird. Der neue Einsatztrupp Verkehr/Rennen wird sich auf Dauer sehr intensiv um die Szene kümmern.

Um 1.15 Uhr fiel einem Motorradpolizisten ein silberner Ford, besetzt mit zwei Personen, mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf der Opladener Straße in Köln-Deutz auf. Dabei fuhr der Fahrer zunächst in den Gegenverkehr, überholte den Polizisten und scherte vor ihm wieder ein. Er prallte auf eine gepflasterte Mittelinsel und fuhr mit dem stark beschädigten Ford in Richtung Lanxess-Arena davon. Der Beamte nahm die Verfolgung auf. Im Rahmen der Verfolgung schnitt der Fahrer kurz vor der Deutz-Kalker-Straße den Motorradpolizisten und verursachte dabei einen leichten Zusammenstoß, welcher nicht zu einem Sturz des Motorradpolizisten führte. Der Flüchtige bog anschließend in den Reitweg ab, sprang bei laufendem Motor aus dem Fahrzeug und lief in Richtung Betzdorfer Straße. Die ebenfalls flüchtende Beifahrerin holten Polizisten an der Straßenbahnhaltestelle "Technische Hochschule" ein. Erste Ermittlungen ergaben, dass der Ford am 14. Juni 2019 außer Betrieb gesetzt wurde. Die am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen wurden erst wenige Tage zuvor am 24. Juli 2019 als gestohlen gemeldet. Der Flüchtige konnte zwischenzeitlich identifiziert werden. Der 29-jährige Unfallverursacher ist nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Polizisten stellten den Ford sicher und erstatteten Strafanzeige.

Im Verlauf des Einsatzes hat die Polizei Köln bei stationären Geschwindigkeitsüberwachungen insgesamt 4212 Fahrzeuge gemessen. Die Fahrer von 212 Fahrzeugen kamen mit einem Verwarngeld davon. Gegen 31 Fahrzeugführer schrieben die eingesetzten Beamten Ordnungswidrigkeitenanzeigen. In zehn Fällen müssen die Fahrer mit Fahrverboten rechnen. Daneben fertigten die Beamten Strafanzeigen gegen zwei Fahrzeugführer, weil sie nicht im Besitz einer Fahrererlaubnis waren. Zwei E-Scooter-Fahrer (21, 23) fuhren mit Schlangenlinien über die Severinsbrücke. Die Polizei stellte bei der Überprüfung fest, dass die Männer stark alkoholisiert waren. Ihnen wurden von einem Arzt Blutproben entnommen. Die Polizisten fertigten Strafanzeigen wegen Trunkenheit im Straßenverkehr. Mitarbeiter des Kassen- und Steueramtes der Stadt Köln trieben in vier Fällen ausstehende öffentliche Forderungen ein.