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Smartphone-Lösung für die NRW-Polizei

Polizei NRW
Smartphone-Lösung für die NRW-Polizei
Die digitale Offensive der Landesregierung startet in Dortmund, Recklinghausen und Wesel. Bis zum Frühjahr sollen 20.000 Geräte den Polizistinnen und Polizisten zur Verfügung stehen.

Mit einem Pilotprojekt in zunächst drei Polizeibehörden startet die Landesregierung die flächendeckende Einführung von Smartphones für die Polizistinnen und Polizisten in Nordrhein-Westfalen. In Dortmund, Wesel und Recklinghausen werden die Geräte und die speziellen Anwendungen für die Polizei zunächst acht Wochen lang einem Praxistest unterzogen. Von September an werden die Geräte dann nach und nach landesweit ausgeliefert.

Ziel ist, bis zum Frühjahr 2020 alle Behörden mit insgesamt 20.000 Smartphones auszurüsten. Jeder operativ arbeitende Polizist in Nordrhein-Westfalen hat dann Zugang zu ihnen. Entweder als persönliche Ausstattung oder im Rahmen eines Pool-Gerätes. „Wir schaffen damit Synergien und entlasten so die Polizisten und Polizistinnen, damit sie sich besser auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können: Im Land, auf der Straße und in den Städten für Ordnung und Sicherheit zu sorgen“, sagte Innenminister Herbert Reul bei der Vorstellung der Smartphones in Dortmund.

 

Was die Smartphones können

Bei den Geräten handelt es sich um besonders geschützte IPhone 8. Personenbezogene Daten werden nicht auf ihnen gespeichert. Verschlüsselte Übertragungen und ein zertifiziertes Rechenzentrum der Polizei garantieren ebenfalls die Sicherheit der Daten. Hinzu kommen Funktionen wie Fernadministration und Fernlöschen sowie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Insgesamt investiert Nordrhein-Westfalen bis 2022 rund 50 Millionen Euro in die mobile Kommunikation der Polizei. „Damit werden wir im Bereich der mobilen Kommunikation die am besten ausgestattete Polizei Deutschlands sein“, so Reul. Zunächst stehen den Polizistinnen und Polizisten drei spezielle Programme zur Verfügung. Dabei handelt es sich um einen Messenger zur Kommunikation untereinander, so etwas wie WhatsApp für Polizisten. Es gibt eine Auskunftsapp, die einen Abgleich mit dem polizeilichen Datenbestand ermöglicht und einen Dokumentenscanner, der künstliche Intelligenz zum Einlesen etwa von Personalausweisen, Führerscheinen oder Kfz-Kennzeichen nutzt.

Nach und nach sollen weitere Anwendungen entwickelt werden, um die Digitalisierung voranzutreiben. So soll ein nächster Schritt die vollständige digitale Aufnahme leichter Verkehrsunfälle sein und die Identifikation von Personen durch ihren Fingerabdruck. „Das Smartphone wird so schnell eines der zentralen technischen Geräte innerhalb der Polizei werden“, so Reul. „Wir verfolgen eine klare, digitale Strategie. Wir überlegen zuerst, was sinnvoll ist, und das setzen wir dann um. Ein Schritt nach dem anderen. Und auch dabei gilt: Wir wollen, dass unsere Polizistinnen und Polizisten bestmöglich ausgestattet sind“, sagte der Innenminister.