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Sicher in den Urlaub: Polizei klärt über Reiserisiken auf

Sicher in den Urlaub
Sicher in den Urlaub: Polizei klärt über Reiserisiken auf
Leichtsinn beim Packen und auf der Fahrt ist lebensgefährlich für die ganze Familie.

In Nordrhein-Westfalen beginnen am Montag, 16. Juli 2018, für über 2.200.000 Schülerinnen und Schüler die Sommerferien. Mit Ausnahme der Länder Bayern und Baden-Württemberg haben auch alle anderen Länder Ferien. Das bedeutet insbesondere zu Ferienbeginn, Ferienmitte und zu Ferienende aufgrund des Ferienreiseverkehrs ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Auf den Bundesautobahnen ist mit einem erhöhten Stau- und Unfallgeschehen zu rechnen.

Anlässlich des einsetzenden Ferienreiseverkehrs führt die Polizei in Nordrhein-Westfalen daher landesweit Aktionstage durch und gibt Sicherheits-Tipps für die Fahrt in den Urlaub. Mit  landesweiten Aktionen unter dem Motto ‚Sicher mit dem Auto in den Urlaub und zurück‘ wollen die Beamtinnen und Beamten auf Risiken während der Reise hinweisen. „Leichtsinn beim Packen und auf der Fahrt ist lebensgefährlich für die ganze Familie", warnt Innenminister Herbert Reul. „Wir wollen die Autofahrer sensibilisieren, damit die ‚schönsten Wochen des Jahres‘ kein böses Ende nehmen", sagt Reul.

Auf der Fahrt in die Ferien wird oft das eigene Verhalten der Urlaubsreisenden zum Sicherheitsrisiko. Viele Fahrer verstauen zum Beispiel Taschen und Koffer nicht richtig oder spielen während der Fahrt mit ihrem Handy. „Es ist erschreckend, wie leichtsinnig einige Menschen sich und andere immer wieder in Gefahr bringen", so Reul.

Wer in den Urlaub startet, sollte auch auf eine Autopanne vorbereitet sein. Die Polizei empfiehlt daher, für alle Pkw-Insassen Rettungswesten griffbereit im Fahrzeuginnenraum dabei zu haben. In vielen europäischen Ländern muss man sie tragen, wenn man bei einer Panne außerhalb geschlossener Ortschaften das Fahrzeug verlässt. Das Warndreieck und den Verbandskasten sollte man nicht unter Gepäck begraben, sodass sie im Fall der Fälle schnell zur Hand sind.

Die Polizei rechnet zu Beginn, in der Mitte und am Ende der Ferien mit besonders viel Verkehr auf den nordrhein-westfälischen Straßen. „An diesen Tagen werden wir auf den Hauptreiserouten in Nordrhein-Westfalen starke Präsenz zeigen", sagt  Innenminister Reul an. Die Beamtinnen und Beamten führen Verkehrs- und Sicherheitskontrollen durch und geben Urlaubern Tipps für eine sichere Reise. 


 
Verhaltenstipps für die Fahrt in den Urlaub und zurück:

 

Vor der Reise:

  • Kontrollieren Sie vor dem Start Reifendruck, Ölstand und Wasser.
  • Sichern Sie Kinder, Haustiere und Gepäck.
  • Leichte Snacks und ein ausreichender Vorrat an Getränken dürfen auf einer längeren Autofahrt nicht fehlen.
  • Starten Sie die Fahrt erholt und gut ausgeruht.

 

Während der Reise:

  • Nehmen Sie Rücksicht auf sich und andere.
  • Finger weg vom Handy oder sonstigen elektronischen Geräten während der Fahrt.
  • Machen Sie ausreichend Pause. Empfehlung: Alle anderthalb bis zwei Stunden oder alle 200 Kilometer.
  • Droht die Fahrt zu lang zu werden, sind Zwischenstopps mit Übernachtung sinnvoll.
  • Lassen Sie Kinder und Tiere nicht im Fahrzeug zurück, auch nicht wenn das Fenster geöffnet ist.
  • Lassen Sie keine Wertsachen in Ihrem Fahrzeug.

 

Bei einem Unfall:

  • Die Autobahn ist auch bei Stau kein Ort für Fußgänger. Bewahren Sie Ruhe, bilden Sie eine Rettungsgasse und bleiben Sie im Auto.
  • Schon bei Schritttempo muss auf der Autobahn und mehrspurigen Landstraßen eine Rettungsgasse gebildet werden.
  • Die Rettungsgasse ist keine Gasse für Motorradfahrer.
  • Unfallorte sind keine Plätze für Schaulustige, sondern für Rettungskräfte.
  • Filmen und Fotografieren von Unfallopfern ist eine Straftat.