Polizeinotruf in dringenden Fällen: 110

Menü

Inhalt

Landesweiter Kontrolltag gegen Ablenkung im Straßenverkehr

Off
Ablenkung im Straßenverkehr
Landesweiter Kontrolltag gegen Ablenkung im Straßenverkehr
Reul: „Handys am Steuer kosten Menschenleben und zerstören Existenzen. Das muss in die Köpfe der Menschen.“
IM NRW

Im Rahmen eines landesweiten Kontrolltages hat Innenminister Herbert Reul heute (8. Mai 2019) vor den Gefahren der Handynutzung im Straßenverkehr gewarnt. „Handys am Steuer kosten Menschenleben und zerstören Existenzen. Telefonieren ist genauso gefährlich wie das Fahren mit mehr als 0,8 Promille Alkohol im Blut. Das muss in die Köpfe der Menschen“, sagte Reul, der am Morgen während des Berufsverkehrs eine Kontrollstelle in Neuss besuchte und mit Verkehrsteilnehmern und Polizisten über das Phänomen sprach. Außerdem stellte der Minister zwei neue Motive der Landeskampagne „Lenk dich nicht app. Kein Handy am Steuer“ vor.

Für die nordrhein-westfälische Polizei ist die Ablenkung durch mobile Geräte wie Smartphone oder Tablet Schwerpunkt bei der Bekämpfung von Verkehrsunfällen. Die Polizistinnen und Polizisten klären bei den Kontrollen über die Gefahren auf und ahnden Verstöße konsequent. So stellen sie nach schweren Verkehrsunfällen auch mobile Geräte sicher, wenn der Verdacht besteht, dass der Fahrer dadurch abgelenkt wurde. Etwa die Hälfte aller Autofahrer benutzt laut Studien das Handy während der Fahrt ohne Freisprecheinrichtung.
 
„Da sind vermeintlich verantwortungsvolle Menschen unterwegs, die niemals auf die Idee kämen, sich betrunken ans Steuer zu setzen. Aber ihr Handy benutzen diese Leute ohne Bedenken. Das zeigt uns: Die Gefährlichkeit dieser Unsitte ist den meisten Menschen nicht bewusst“, so Reul. Insgesamt registrierte die Polizei im vergangenen Jahr rund 167.000 Verstöße in diesem Bereich. Knapp 25.000 davon bei Radfahrern. Denn auch sie dürfen Handys im Straßenverkehr nicht nutzen. 

„Am besten man schaltet vor der Fahrt das Handy aus. Absolut keine Nachricht, kein Anruf ist so wichtig, dass es lohnt, ein solches Risiko einzugehen“, sagte der Minister.