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Wohnungseinbrüche in NRW gingen im ersten Halbjahr stark zurück

Screenshot SKALA
Wohnungseinbrüche in NRW gingen im ersten Halbjahr stark zurück
Neue Prognose-Software SKALA hilft, Einbrüche zu verhindern und zu verfolgen
MIK NRW

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in NRW ging im ersten Halbjahr 2017 deutlich zurück: Mit knapp 23.000 Fällen gab es in den ersten sechs Monaten des Jahres 28,4 Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. „Die Zahlen sind rückläufig. Aber jeder Wohnungseinbruch ist einer zu viel. Gerade hier muss der Staat sich als stark erweisen, damit die Menschen sich in ihren eigenen vier Wänden sicher fühlen können", erklärte Innenminister Herbert Reul.

Im vergangenen Jahr waren die Zahlen beim Wohnungseinbruch in NRW um 15,7 Prozent zurückgegangen: Von 62.362 Fällen im Jahr 2015 auf 52.578 Fälle in 2016. "Die Landesregierung sorgt mit höherer Polizeipräsenz für einen verbesserten Einbruchsschutz", betonte Reul. Viele Einbruchsversuche scheitern an besseren technischen Sicherungen von Wohnungen und Häusern. Mit länderübergreifenden Schwerpunktkontrollen gegen internationale Einbrecherbanden hat die Polizei zudem den Fahndungsdruck erhöht.

 Auch die neue Prognose-Software SKALA hilft, Einbrüche zu verhindern und zu verfolgen. SKALA steht für „System zur Kriminalitätsanalyse und Lageantizipation“. Die Software erfasst und kategorisiert Daten zu Einbrüchen in einer Stadt, also beispielsweise Tatort, Tatzeit und das Vorgehen der Täter. Diese Daten werden mit frei verfügbaren Informationen über Bebauung, Sozial- und Infrastruktur kombiniert. Ein Algorithmus bestimmt auf dieser Daten-Grundlage, wo ein Hot Spot liegt, an dem die Wahrscheinlichkeit für weitere Einbrüche hoch ist und an dem die Polizei deshalb besonders präsent und aufmerksam ist. Aber letztlich verhindert nicht der Algorithmus Einbrüche, sondern die Polizei.

Mit Bonn ging die sechste SKALA-Polizeibehörde in NRW an den Start. In Düsseldorf, Köln, Essen, Gelsenkirchen und Duisburg wird bereits seit längerem mit SKALA gearbeitet. Das Feedback ist durchweg positiv: „Bei den Polizeibeamtinnen und -beamten genießt SKALA hohe Akzeptanz“, sagte der Minister. „Deshalb wollen wir, dass SKALA möglichst schnell landesweit zum Einsatz kommt“, verspricht der Innenminister. Geplant ist auch die Vernetzung mit den Tablets, die Streifenteams in NRW künftig nutzen werden. So  wird sichergestellt, dass alle wichtigen Informationen dort ankommen, wo sie hingehören: In den Einsatz.