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Wasserschutzpolizei

Wasserschutzpolizei Boot WSP 12
Wasserschutzpolizei
Die Wasserschutzpolizei des Polizeipräsidiums Duisburg sorgt bei etwa 230.000 Schiffsbewegungen pro Jahr für die Sicherheit auf insgesamt ca. 900 Kilometern schiffbarer Wasserstraßen des Landes.
IM NRW

Die Wasserschutzpolizei (WSP) überwacht die Schifffahrt und die Reinhaltung unserer Gewässer und fühlt sich seit Jahrzehnten insbesondere dem Umweltschutz verpflichtet. Im Jahr 2007 erfolgte diesbezüglich die Erweiterung der Zuständigkeit für Umweltdelikte auf das gesamte Stadtgebiet im Bereich des Polizeipräsidiums Duisburg.

Die WSP ist örtlich auf den schiffbaren Wasserstraßen und damit unmittelbar in Verbindung stehenden Gewässern (z. B. Nebenarme, Baggerlöcher, Seen) in Nordrhein-Westfalen zuständig. Entsprechende Schifffahrtsstraßen in NRW sind der Rhein, die Weser, die Ems, die Ruhr bis Essen und die Norddeutschen Kanäle (Wesel-Datteln-Kanal, Rhein-Herne-Kanal, Datteln-Hamm-Kanal, Dortmund-Ems-Kanal, Mittellandkanal). Außerdem ist die WSP, geregelt durch Verwaltungsabkommen, auf einem Teil der Kanäle im Land Niedersachsen (Mittellandkanal und Stichkanal - Osnabrück) zuständig.

Zur Wahrnehmung der Aufgaben ist die WSP derzeit an 15 Standorten im Land präsent und verfügt über ein eigenes Zentrales Kriminalkommissariat. Dabei unterhält die Direktion Wachen von Bonn bis Emmerich im Bereich des Rheins sowie von Essen bis Minden im Kanalbereich. Sie ist mit 275 Bediensteten und 24 Booten ausgestattet.

Der Bootsstreifendienst

Zu den Aufgaben des Bootsstreifendienstes gehören die Überwachung und Regelung des Schiffsverkehrs (einschließlich Sportbootverkehrs), Begleitung von Sondertransporten, anlassbezogene Durchführung von Schifffahrtssperren, Überwachung der Lade-/Löschvorgänge der Schiffe, Maßnahmen der Gefahrenabwehr im Bereich des Schiffsverkehrs in Zusammenarbeit mit den Wasser- und Schifffahrtsämtern (z.B. das Bergen vertriebener Tonnen, Absicherungsmaßnahmen bei Bauarbeiten oder Untiefen usw.).

Bekämpfung von Schiffsunfällen

Im Rahmen der Bekämpfung von Schiffsunfällen überwacht die Wasserschutzpolizei Unfallbrennpunkte und bekämpft Hauptunfallursachen unter örtlichen Aspekten wie Untiefen, Flusskrümmungen, Hafeneinfahrten und sonstigen Einmündungen, Schleusen usw. und fertigt sowie bearbeitet entsprechende Vorgänge.

Durchführung von Schiffskontrollen

Überprüft werden: Ausrüstung, baulicher Zustand, Anzahl und Qualifikation der Besatzungsmitglieder, Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten, erforderliche Befähigungsnachweise der Schiffsführer (Patente), Schiffspapiere (Schiffsattest, Bordbuch, Genehmigung zum Transport bestimmter (Gefahr-)Güter, Prüfbescheinigungen für Gasanlagen, Feuerlöscher), Beachtung der Unfallverhütungsvorschriften und vieles mehr. Darüber hinaus wird nach Personen und Sachen gefahndet.

Überwachung von Transport und Umschlag gefährlicher Güter

Dies umfasst die Kontrolle und Überwachung der besonderen Sicherheitsvorschriften für diese Transporte, die Überprüfung der Ladungspapiere, der Ausrüstung, der baulichen Voraussetzungen der Schiffe und der notwendigen Qualifikation der Besatzung. Zudem wird der Umschlag dieser Güter überwacht und die Einhaltung der dabei geltenden Vorschriften land- und schiffsseitig kontrolliert.

Sicherheits- und Ordnungsdienst auf dem Wasser

Bei den gerade im Frühjahr und Sommer häufig vorkommenden Veranstaltungen, Regatten, "Rhein in Flammen", Hafenfesten usw., regelt die Wasserschutzpolizei den Schiffsverkehr, kontrolliert Auflagen und gewährleistet den ordnungsgemäßen Ablauf der Veranstaltungen.

Umweltschutz / Bekämpfung von Gewässerverunreinigungen

Diese Aufgabe der Wasserschutzpolizei umfasst die Überwachung der Gewässer, unter anderem durch eine enge Zusammenarbeit mit der Polizeifliegerstaffel bei gemeinsamen, regelmäßig stattfindenden Kontrolleinsätzen, Entnahme von Gewässerproben und Vergleichsproben bei Verunreinigungen, Überwachung der Schifffahrt unter Aspekten des Umweltschutzes (u.a. durch Kontrolle entsprechender technischer Einrichtungen auf Schiffen sowie der Altölabgabe), Aufnahme und Bearbeitung von Anzeigen, Ermittlung von Tatverdächtigen usw.

Zur Durchführung schifffahrts- und hafenpolizeilicher Vollzugsaufgaben führt die Wasserschutzpolizei ein Verzeichnis der Kleinfahrzeuge. Halter von Sportbooten können darüber leichter ermittelt werden.

Darüber hinaus ist die Wasserschutzpolizei auf Einsatzlagen aus besonderem Anlass kalendermäßig vorbereitet.

Aus- und Fortbildung

Um dieser Aufgabenfülle und den nautischen Herausforderungen gerecht zu werden, absolvieren Polizeivollzugsbeamte/-beamtinnen eine bis zu vierjährige zusätzliche Aus-/Fortbildung mit regelmäßigen praktischen und theoretischen Prüfungen in NRW und an der WSP-Schule in Hamburg.