Polizeinotruf in dringenden Fällen: 110

Menü

Inhalt

Polizei in NRW trägt in bestimmten Situationen Schutzmasken

Schutzmasken
Polizei in NRW trägt in bestimmten Situationen Schutzmasken
Durch die Schutzmasken werden Infektionsgefahren für Polizistinnen und Polizisten und die Bevölkerung minimiert.
IM NRW

Bei Polizeieinsätzen ist es wichtig, mögliche Infektionsgefahren für die Einsatzkräfte zu minimieren. Gleichzeitig soll die potentielle Weitergabe einer Infektion durch Einsatzkräfte möglichst verhindert werden. Durch den Schutz der Atemwege können die Freisetzung sowie die Aufnahme von Krankheitserregern wie das Coronavirus (SARS-COV-2) vermieden werden. Das Tragen von Masken zum Schutz der Atemwege - Mund-Nasenbedeckung (MNB), Mund-Nasen-Schutz (MNS) und Atemschutzmasken (FFP) - leistet hierzu einen wesentlichen Beitrag.

In Situationen, in denen der Mindestabstand nicht gewährleistet werden kann, tragen die Einsatzkräfte in NRW jetzt regelmäßig eine Atemschutzmaske im Standard FFP1 bzw.ein MNS. Damit stärkt die Polizei in NRW das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger. Soweit für das Betreten bestimmter Örtlichkeiten (z. B. Krankenhäuser, Pflegeheime) das Tragen von Atemschutz vorgeschrieben ist, ist auf Grund des grundsätzlich anzunehmenden erhöhten Infektionsrisikos durch die Einsatzkräfte eine Atemschutzmaske mindestens im Standard FFP2 zu tragen.

Die Regelungen des § 12a Abs. 1 der CoronaSchoVO insbesondere die Wahrung des Abstandsgebotes und eine Empfehlung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bei Unterschreitung des Mindestabstands gelten nicht für Sicherheitsbehörden, Feuerwehr und Rettungsdienst sowie den Katastrophenschutz soweit es die jeweiligen Einsatzsituationen erfordern. Eine generelle Pflicht zum Tragen von Masken zum Schutz der Atemwege besteht für die Sicherheitsbehörden somit nicht.

 

Mund-Nase-Bedeckung (MNB) / Mund-Nasen-Schutz (MNS)

Ein MNS verhindert, dass Tröpfchen in der Ausatemluft des Trägers in die Umwelt geraten. Medizinische MNS (sog. „OP-Masken“) verhindern dies in einem Umfang von bis zu 95 Prozent. Nicht-zertifizierte oder selbst hergestellte MNS („DIY-MNS“) verhindern ebenfalls die Abgabe von Tröpfchen, jedoch in geringerem Maße. MNS kann darüber hinaus wirkungsvoll das Auftreffen größerer Tröpfchen auf die Mund- und Nasenschleimhaut des Trägers verhindern, wenn dieser z. B. direkt angehustet wird. MNS schützt Mund und Nase des Trägers vor Berührungen durch kontaminierte Hände und kann damit Schmierinfektionen verhindern.

Im Bereich der/des MNB / MNS sind drei wesentliche Maskentypen zu unterscheiden:

  • Nichtzertifizierte Stoffmasken - sog. Community-Masken oder Do-it-yourself-Masken (DIY), 
  • Zertifizierte Einweg-MNS-Masken (sog. „OP-Masken“) und
  • Zertifizierter textiler MNS.
Nichtzertifizierte Stoffmasken - sog. Community-Masken oder Do-it-yourself-Masken (DIY)

Diese Masken können die Freisetzung von Tröpfchen und damit die Virenkonzentration in der Umgebungsluft des Ausscheiders mindern. Nichtzertifizierte Stoffmasken werden aus handelsüblichen Stoffen genäht. Sie entsprechen in der Regel weder den Normanforderungen an medizinische Masken, noch den Anforderungen an persönliche Schutzausrüstung im Arbeitsschutz, dennoch können sie einen Beitrag zur Reduzierung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus leisten.

Stoffmasken müssen von ihrem Nutzer in regelmäßigen Intervallen gewechselt werden, um z. B. die nachlassende Schutzwirkung aufgrund zunehmender Durchfeuchtung durch die Atemluft zu minimieren. Ein Wechsel sollte nach zwei Stunden ununterbrochener Tragezeit oder Beschädigung erfolgen.

Zertifizierte Einweg-MNS-Masken (sog. „OP-Masken“)

Umgangssprachlich als „OP-Masken“ genannter MNS wird überwiegend in der medizinischen Versorgung und Pflege verwendet. Medizinischer MNS ist ein Medizinprodukt gemäß der Medizinprodukterichtlinie (93/42/EWG, MDD) und muss insbesondere der Norm DIN EN 14683 genügen.

Zertifizierter Einweg MNS („OP-Masken“) entfaltet für den Träger keinen Infektionsschutz. Sie dienen ausschließlich dem Schutz Anderer vor Infektionen durch den Träger.

Das Erfordernis eines Wechsels der Masken ist nach zwei Stunden, bei Durchfeuchtung,Verschmutzung oder Beschädigung erforderlich.

Zertifizierter textiler MNS

Dabei handelt es sich um zertifizierte Stoffmasken im Mehrwegsystem. Wie die zuvor beschriebenen „OP-Masken“ genügen auch diese Masken der DIN EN 14683:2019-6. Wie beim Tragen von nichtzertifizierten Stoffmasken oder „OP-Masken“ entfalten sie keinen Schutz für den Träger. Sie dienen ausschließlich dem Schutz Anderer vor Infektionen durch den Träger. Die Besonderheit dieser Masken liegt in der Waschbarkeit und damit der Möglichkeit, sie wieder zu verwenden.

Im Hinblick auf das Erfordernis eines regelmäßigen Wechsels der Masken sowie die Rahmenbedingungen der Waschbarkeit darf auf die Ausführungen zu nichtzertifizierten Stoffmasken verwiesen werden.

 

Atemschutzmasken (FFP)

Partikelfiltrierende Halbmasken sind Einmalprodukte, die als Atemschutz gegen Aerosole aus festen oder flüssigen, nicht leicht flüchtigen Partikeln eingesetzt werden. Sie müssender Verordnung (EU) 2016/425 vom 9. März 2016 entsprechen und werden nach der DIN EN 149 geprüft und entsprechend CE-zertifiziert. Je nach Rückhaltevermögen des Partikelfilters werden die Geräteklassen FFP1, FFP2 und FFP3 unterschieden.

Dicht anliegende FFP-Masken verhindern die Verbreitung von Krankheitserregern durch den Träger und schützen diesen selbst vor Viren. Diese Atemschutzmasken filtern auch kleinste Partikel und Tröpfchen zuverlässig aus der Luft.

FFP-Masken werden auch mit Ausatemventil gefertigt. Dadurch wird die feuchte Ausatemluft weitgehend ungehindert abgegeben, insofern reduziert sich die Feuchtigkeitsbelastung der Maske. FFP-Masken mit Ausatemventil bieten für das Gegenüber keinen Schutz, da die Ausatemluft ungefiltert abgegeben wird.

Entscheidend für die Wirksamkeit der Maske ist vor allem deren optimaler Dichtsitz. Es ist darauf hinzuweisen, dass beim Tragen eines Bartes die erwartete Schutzwirkung wegen der schlechteren Abdichtung nicht immer zu erreichen ist.

Entscheidend für die Schutzwirkung einer Atemschutzmaske - hier FFP-Masken - ist die Dichtigkeit. Diese ergibt sich aus dem Filterdurchlass und der so genannten Verpassungsleckage, die durch Undichtigkeiten zwischen der Dichtlinie der Maske und dem Gesicht des Trägers entsteht. Die Schutzwirkung nimmt von einer FFP1-Maske (Gesamtleckage max. 22 %) über eine FFP2-Maske (Gesamtleckage max. 8 %) bis zur FFP3-Maske (Gesamtleckage max. 2 %) zu. FFP-Masken weisen nur einen geringfügig erhöhten Atemwiderstand sowie ein geringes Gewicht auf und sind somit der Atemschutzgeräte-Gruppe 1 zuzuordnen. Mit der Zunahme der Schutzwirkung steigt auch der Atemwiderstand der Maske. Durch ein Ausatemventil wird der Ausatemwiderstand herabgesetzt, das Tragen der Maske ist weniger belastend.

weitere Informationen

In dringenden Fällen: Polizeinotruf 110