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Polizeikommissarin und Polizeikommissar: Traumberuf mit guten Karrierechancen

Polizei NRW
Polizeikommissarin und Polizeikommissar: Traumberuf mit guten Karrierechancen
Jetzt ganzjährig bei der NRW-Polizei bewerben.
LAFP NRW

„Wer einen abwechslungsreichen, attraktiven und krisensicheren Beruf sucht, für den ist die Polizei genau das Richtige. Unser Bachelor-Studium ist eine moderne Berufsausbildung mit einem hohen Praxisanteil, die zudem die soziale und kommunikative Kompetenz stärkt“, betont der Direktor des LAFP NRW Michael Frücht. Genau mein Fall! Wer mit ins Team und in die Ausbildung zur Polizeikommissarin oder zum Polizeikommissar einsteigen will, kann sich ganzjährig online auf den Seiten des Bewerberportals bewerben. Weitere Informationen unter genau-mein-fall.de. Die Chancen stehen gut - für 2019 sind 2.500 Neueinstellungen geplant.

 

Ablauf der Ausbildung

Das Studium untergliedert sich nicht in Semester, sondern in Module. Drei Bildungsträger bereiten in enger Abstimmung die zukünftigen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten auf ihre anspruchsvollen beruflichen Tätigkeiten vor. Die Aufgabenwahrnehmung im Wachdienst und in der Kriminalitätssachbearbeitung zählen ebenso dazu wie die Verkehrssicherheitsarbeit oder die Einsätze aus besonderem Anlass. Die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW (FHöV NRW) vermittelt die theoretischen Inhalte. Das Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW (LAFP NRW) bereitet in Trainingsmodulen auf die anschließenden Praktika in den Polizeibehörden des Landes Nordrhein-Westfalen vor. Die damit verbundene Abfolge von Theorie-Training-Praxis findet sich grundsätzlich im gesamten Studium wieder und ermöglicht den Studierenden eine ganzheitliche Sicht auf ihre zukünftige berufliche Tätigkeit.

Für das theoretische Studium stehen dabei insgesamt 80 Wochen, für die Trainingsmodule 50 Wochen (25 Wochen je Halbjahrgang) und für die Praxismodule 32 Wochen zur Verfügung. Während der Bachelor-Ausbildung werden regelmäßig Befragungen von Studierenden und Angehörigen der drei Bildungsträger durchgeführt. Im Rahmen eines Reformprozesses ab dem Einstellungsjahrgang 2016 wurden die hieraus gewonnenen Erkenntnisse umgesetzt, um eine wirklichkeitsnahe und praxisorientierte Ausbildung zu gewährleisten.

 

Nach der Ausbildung

Nach insgesamt drei Jahren Bachelor-Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, berufspraktischen Trainings am Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP NRW) und Praxiseinsätzen in den Kreispolizeibehörden des Landes, arbeiten alle neuen Polizistinnen und Polizisten zunächst ein Jahr im Streifendienst. In Behörden mit Bereitschaftspolizei folgen darauf zwei Jahre in einer Einsatzhundertschaft. Danach kehren die Nachwuchspolizistinnen und -polizisten in den Streifendienst zurück oder spezialisieren sich. Zum Beispiel als Ermittler/in in einem Kriminalkommissariat, als Pilot/in bei der Fliegerstaffel, als Mitglied eines Spezialeinsatzkommandos, als Motorradpolizist/in oder auch als Diensthundführer/in und vielem mehr.

 

2.300 Studierende - so viele, wie noch nie

Ab dem Einstellungsjahrgang 2017 werden jährlich 2.300 Kommissaranwärterinnen und Kommissaranwärter eingestellt, die ihre Trainingsmodule im LAFP NRW absolvieren. Das stellt alle Verantwortlichen vor eine große Herausforderung. Beim LAFP NRW wurde aufgrund dessen im Jahr 2017 eine eigene Abteilung Ausbildung Bachelor eingerichtet. Die Studierenden der insgesamt 10 Einstellungs- und Ausbildungsbehörden werden den drei Ausbildungsdezernaten in Selm (Westfalen), Brühl (Rheinland) oder Schloß Holte-Stukenbrock (Ostwestfalen) zugeordnet.
In 167 Kursen mit bis zu 14 Studierenden werden die handlungs- und verhaltensorientiert ausgerichteten Trainings in den polizeilichen Aufgabenbereichen durchgeführt. Etwa 350 Lehrende, die didaktisch-methodisch und fachlich besonders beschult sind, unterstützen und fördern die Studierenden auf ihrem Weg, eine hohe fachliche, praktische, kommunikative und soziale Handlungskompetenz zu erwerben. Da zu einer hochwertigen Ausbildung neben dem polizeilichen Bildungsauftrag auch die Vermittlung von Werten und ethischen Grundlagen der Polizeiarbeit gehört, gibt es in den Trainings beim LAFP NRW kursverantwortliche Lehrende. Sie stehen den Studierenden als ständige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Seite und haben einen wesentlichen Einfluss auf ihre polizeiliche Sozialisation.

Realitätsnahes Training

Die Trainingsmodule im LAFP NRW sind derart angelegt, dass sie im Verlauf der drei Studienjahre an Komplexität zunehmen.
Die Studierenden trainieren Einsatzanlässe wie „Hilflose Person“ oder zivilrechtliche Streitigkeiten, bis sie sich später mit der Einsatzbewältigung bei Amoktaten und Geiselnahmen auseinandersetzen.
An realitätsnahen Sachverhalten orientiert, werden Übungssachverhalte von der Spurensicherung bei Einbruchs- und Körperverletzungsdelikten bis hin zu Fällen von sexueller oder politisch motivierter Gewalt trainiert.
Die Ahndung von Verkehrsverstößen wird ebenso trainiert, wie die Verkehrsunfallaufnahme bei schweren Unfällen mit z.B. getöteten und verletzten Personen.
Zu einem professionellen polizeilichen Tätigwerden gehören darüber hinaus berufspraktische Fertigkeiten sowie körperliche Fitness. Diese werden in den Teilmodulen des „Berufspraktischen Trainings“ wie Schießen/Nichtschießen, Sport/Rettungsschwimmen, Eingriffstechniken, Fahr- und Sicherheitstraining und Einsatzgrundlagen (Erste Hilfe, Einsatzausbildung, Verhalten am Brandort/Feuerlöschen) vermittelt.
Das Ziel der beim LAFP NRW durchgeführten Trainings ist jedoch nicht nur die Festigung und die Umsetzung von theoretischem Wissen. Vielmehr wird den Studierenden hier vermittelt, möglichst flexibel in Situationen des künftigen Berufsalltags zu agieren und diese aus taktischer und polizeirechtlicher Sicht zu bewerten. Denn nur aus den daraus gewonnenen Erkenntnissen können sie anschließend polizeiliche Maßnahmen treffen, die auf den allgemeingültigen Grundsätzen rechtsstaatlicher, professioneller und bürgerorientierter Polizeiarbeit basieren. Die Studierenden werden somit bestmöglich auf Ihre dienstliche Erstverwendung vorbereitet.