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Polizeiärztlicher Dienst bietet viel Abwechslung und tiefe Einblicke in die Arbeit der Polizei

Polizeiärztlicher Dienst
Polizeiärztlicher Dienst bietet viel Abwechslung und tiefe Einblicke in die Arbeit der Polizei
Das Einsatzgebiet der Polizeiärztinnen und Polizeiärzte reicht von der Allgemein- und Notfallmedizin bis hin zu betriebsmedizinischen Aufgaben.
LAFP NRW

 

Zu den Aufgaben des Polizeiärztlichen Dienstes gehört die medizinische Begutachtung, sie begleiten Polizistinnen und Polzisten in Einsätze, entwickeln die Arbeitsmedizin in der Polizei weiter. Sie haben nicht nur kurativ sondern auch präventiv deutlich mehr Möglichkeiten als andere Betriebsärztinnen und Betriebsärzte.

 

Medizinische Begutachtungen

Eine zentrale Aufgabe von Polizeiärztinnen und -ärzten ist die polizeiärztliche Begutachtung, von der es grundsätzlich zwei verschiedene Arten gibt:

  • die Begutachtung zur Polizeidienstfähigkeit und der allgemeinen Dienstfähigkeit und
  • die Begutachtung des Grades der Schädigungsfolgen nach einem Dienstunfall.

Die Gutachten werden von einem Gegenzeichner geprüft und abgezeichnet.

Für beide Arten der polizeiärztlichen Begutachtung gilt, dass Polizeiärztinnen und -ärzte grundlegend in dieses Thema eingeführt und eingearbeitet werden. Des Weiteren finden regelmäßige interne Fortbildungen zum Thema statt.

 

Einsatzbegleitung

Eine der Kernaufgaben von Polizeiärztinnen und -ärzten ist die Begleitung der Einsätze von Hundertschaften. Bei Fußballspielen und Demonstrationen, aber auch Großeinsätzen wie G20-Gipeln oder Kirchentagen werden die Polizeibediensteten durch den Polizeiärztlichen Dienst (PÄD) hausärztlich und in seltenen Fällen auch notfallmedizinisch betreut. Soweit erforderlich wird auch die Erstversorgung von Nicht-Polizeiangehörigen bis zur Übergabe an den kommunalen Rettungsdienst durchgeführt.

Des Weiteren haben Polizeiärztinnen und -ärzte nach Erwerb der entsprechenden Kompetenzen die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis an Einsätzen der Spezialeinheiten teilzunehmen, Tauchereinsatzgruppen zu betreuen und Einsatzkräfte nach belastenden Einsätzen zu beraten.

 

Weiterentwicklung der Arbeitsmedizin

Arbeitsmedizin setzt sich präventivmedizinisch mit den Einwirkungen des Arbeitsplatzes auf den Menschen auseinander. Der Erhalt und die Förderung der Gesundheit der arbeitenden Menschen ist das erklärte Ziel der Arbeitsmedizin.

Innerhalb der Polizei existieren im Wach- und Wechseldienst, im Kriminalitätsbereich, im Verkehrsdienst und in den Sonderverwendungen unterschiedlichste Arbeitsanforderungen. Regelmäßig werden arbeitsmedizinische Untersuchungen zu Tätigkeiten im Wechseldienst,am Bildschirm, im Lärmbereich, zum Tragen eines Atemschutzes, für Tätigkeiten mit Infektionsgefahr, zur Sporttauglichkeit und zu Arbeiten mit Absturzgefahr durchgeführt. Die Weiterentwicklung der Arbeitsmedizin der Polizei ist eine weitere Aufgabe von Polizeiärztinnen und -ärzten.

 

Freie Heilfürsorge

Die freie Heilfürsorge hat die Aufgabe, die Gesundheit der Polizistinnen und Polizisten zu erhalten oder wiederherzustellen, so dass die Polizeidienstfähigkeit garantiert ist. Die ambulante ärztliche Versorgung von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten erfolgt grundsätzlich durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte. Polizeiärztinnen und –ärzte werden darüber hinaus für eine kurative Versorgung aufgesucht. Beispielsweise wenn Beschwerden oder festgestellte Befunde Auswirkungen auf die dienstliche Tätigkeit haben oder dringender Behandlungsbedarf besteht.

Auch präventiv haben Polizeiärztinnen und Polizeiärzte viele Möglichkeiten. So können sie auch privat erforderliche Impfungen einschließlich reisemedizinischer Beratungen oder auch Laboruntersuchungen durchführen ohne den Budgetvorgaben des kassenärztlichen Systems zu unterliegen.