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NRW-Polizei lässt Verkehrsunfallopfer nicht allein

Verkehrsunfall und Opferschutz
NRW-Polizei lässt Verkehrsunfallopfer nicht allein
Nach einem Unfall ist für die Opfer nichts mehr wie vorher. Ihnen muss schnell, kompetent und unbürokratisch geholfen werden. Daher kooperiert die NRW-Polizei seit dem 11. Mai 2017 mit der Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland (VOD).
IM NRW

Ein Verkehrsunfall kann für Menschen oft das ganze Leben verändern und schwere körperliche Verletzungen und lebenslange Einschränkungen bedeuten. In der Statistik bemisst sich der Personenschaden allein an körperlichen Verletzungen, psychische Beeinträchtigungen wiegen häufig noch schwerer, bleiben aber unberücksichtigt.

Polizeilicher Opferschutz nach schweren Verkehrsunfällen ist fest in der Organisation der Polizei NRW verankert. Jede Kreispolizeibehörde hat eigene Dienststellen „Verkehrsunfallprävention/ Opferschutz“ eingerichtet.

Durch die Kooperation mit der Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland (VOD) sollen Polizisten physisch wie psychisch traumatisierte Verkehrsunfallopfer nach der Unfallaufnahme an (Selbsthilfe-) Organisationen weitervermitteln können. Denn der polizeiliche Opferschutz endet dort, wo fachkundige, medizinische, psychotherapeutische oder soziale Betreuungsmaßnahmen notwendig sind. Auch eine Begleitung bei der Wahrung und Durchsetzung von Interessen der Geschädigten kann durch die Polizei nicht geleistet werden. Die Polizei Nordrhein-Westfalen lässt Verkehrsunfallopfer jedoch nicht allein, sondern stellt durch die Kooperation mit der VOD flächendeckend sicher, dass Geschädigte Hilfe bekommen. Innerhalb von 24 Stunden steht durch die gemeinsame Kooperation ein Ansprechpartner für die Opfer bereit, wenn diese es wünschen.

 

Informationen und Dokumente für Verkehrsunfallopfer:

Menschen, die nach einem schwerwiegenden Verkehrsunfall den Wunsch nach Betreuung oder Unterstützung haben, bekommen die nachfolgenden Informationen zur Verfügung gestellt.

 

Ersterfassung nach dem Unfall:

Diese Dokumentation soll verhindern, dass Streitfälle entstehen und spätere Begutachtungen, die den Anfangszustand kaum korrekt erfassen können, vermieden werden. Deswegen soll diese Dokumentation unmittelbar nach dem Unfall erstellt werden.

Unfallopfer Ersterfassung nach VU.pdf

 

Erfassung von Nachträgen:

Diese Dokumentation soll detaillierte und nachvollziehbare Veränderungen des Unfallopfers durch den Unfall beschreiben und belegen. Dadurch sollen spätere, schwierige und ungenaue Begutachtungen oder Streitereien reduziert oder gar vermieden werden.

Erfassung von Nachträgen.pdf

 

Hinweise für Verkehrsunfallopfer und deren Angehörige:

Hinweise für Verkehrsunfallopfer u Angehörige .pdf

 

Was ist bei einer Begutachtung zu beachten?

Was ist bei einer Begutachtung zu beachten.pdf

 

Wer ist der VOD?

Die Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V. (VOD http://vod-ev.org) wurde im Jahr 2011 gegründet. Sie vertritt als unabhängiger deutscher Dachverband die Interessen der deutschen Institutionen und Selbsthilfeeinrichtungen zum Schutz von Verkehrsunfallopfern. Die VOD unterstützt ihre Mitgliedsorganisationen ideell und materiell, z. B. durch politische Aktivitäten, Beteiligung an Forschungs- und Entwicklungsprojekten, durch Veranstaltungen wie Netzwerktreffen oder Symposien sowie durch fachliche Impulse.

Ein wesentliches Ziel der VOD ist es, einen Beitrag zu leisten, Verkehrsunfälle mit schweren Folgen zu verhindern. Die VOD steht somit zur „Vision Zero". Auch die qualitative und quantitative Reduzierung von Verkehrsunfallschäden ist für die VOD eine wichtige Aufgabe.