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NRW-Polizei lässt Verkehrsunfallopfer nicht allein

Verkehrsunfall und Opferschutz
NRW-Polizei lässt Verkehrsunfallopfer nicht allein
Nach einem Unfall ist für die Opfer nichts mehr wie vorher. Ihnen muss schnell, kompetent und unbürokratisch geholfen werden.
IM NRW

Ein Verkehrsunfall kann für Menschen oft das ganze Leben verändern und schwere körperliche Verletzungen und lebenslange Einschränkungen bedeuten. In der Statistik bemisst sich der Personenschaden allein an körperlichen Verletzungen, psychische Beeinträchtigungen wiegen häufig noch schwerer, bleiben aber unberücksichtigt.

Polizeilicher Opferschutz nach schweren Verkehrsunfällen ist fest in der Organisation der Polizei NRW verankert. Jede Kreispolizeibehörde hat eigene Dienststellen „Verkehrsunfallprävention/ Opferschutz“ eingerichtet.


 

Informationen und Dokumente für Verkehrsunfallopfer:

Menschen, die nach einem schwerwiegenden Verkehrsunfall den Wunsch nach Betreuung oder Unterstützung haben, bekommen die nachfolgenden Informationen zur Verfügung gestellt.

 

Download: Unfallopfer Ersterfassung nach VU.pdf

Diese Dokumentation soll verhindern, dass Streitfälle entstehen und spätere Begutachtungen, die den Anfangszustand kaum korrekt erfassen können, vermieden werden. Deswegen soll diese Dokumentation unmittelbar nach dem Unfall erstellt werden.

 

Download: Erfassung von Nachträgen.pdf

Diese Dokumentation soll detaillierte und nachvollziehbare Veränderungen des Unfallopfers durch den Unfall beschreiben und belegen. Dadurch sollen spätere, schwierige und ungenaue Begutachtungen oder Streitereien reduziert oder gar vermieden werden.

 

Download: Hinweise für Verkehrsunfallopfer u Angehörige .pdf

Download: Was ist bei einer Begutachtung zu beachten.pdf

 

Wer Opfer einer Straftat, eines Unfalls oder eines sonstigen Unglücks geworden ist, fühlt sich oft hilflos und von der Umwelt allein gelassen. Doch es gibt zahlreiche rechtliche Möglichkeiten, Menschen zu helfen, die Opfer geworden sind. Im Folgenden finden Sie stichwortartig und auszugsweise Unterstützungsangebote, die der Gesetzgeber vorgesehen hat.

  • Unterstützung im Strafverfahren (Begleitung durch Vertrauensperson, Rechtsbeistand/ Opferanwalt, psychosoziale Prozessbegleitung vor Gericht und evtl. zur Zeugenvernehmung bei der Polizei; Gewährung von Prozesskostenhilfe bei Bedürftigkeit …),
  • Geheimhaltung der Personalien, wenn ein begründeter Anlass zu der Besorgnis besteht, dass durch die Angabe des Wohnortes Rechtsgüter des Zeugen oder einer anderen Person gefährdet werden,
  • Nebenklage, Adhäsionsverfahren, Täter-Opfer-Ausgleich und Auskunftsrechte im Strafverfahren.

Ausführlichere Informationen erhalten Sie im „Merkblatt über Rechte von Verletzten und Geschädigten in Strafverfahren“ zum Nachlesen und zum Download in über 20 Sprachen.

 

Das Adhäsionsverfahren

Das Adhäsionsverfahren bietet Verletzten einer Straftat die Möglichkeit, gegen den Beschuldigten aus der Straftat entstandene zivilrechtliche erstattungsfähige Ansprüche (wie z.B. Schadensersatz oder Schmerzensgeld) bereits im Strafverfahren als Nebenkläger geltend zu machen. Wichtige Informationen dazu finden Sie hier.

 

Kooperation mit der Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V.

Nach einem Unfall ist für die Opfer nichts mehr wie vorher. Ihnen muss schnell, kompetent und unbürokratisch geholfen werden. Daher kooperiert die NRW-Polizei seit dem 11. Mai 2017 mit der Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V. (VOD).Durch die Kooperation mit der Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V. (VOD) sollen Polizisten physisch wie psychisch traumatisierte Verkehrsunfallopfer nach der Unfallaufnahme an (Selbsthilfe-) Organisationen weitervermitteln können. Denn der polizeiliche Opferschutz endet dort, wo fachkundige, medizinische, psychotherapeutische oder soziale Betreuungsmaßnahmen notwendig sind. Auch eine Begleitung bei der Wahrung und Durchsetzung von Interessen der Geschädigten kann durch die Polizei nicht geleistet werden. Die Polizei Nordrhein-Westfalen lässt Verkehrsunfallopfer jedoch nicht allein, sondern stellt durch die Kooperation mit der VOD flächendeckend sicher, dass Geschädigte Hilfe bekommen. Innerhalb von 24 Stunden steht durch die gemeinsame Kooperation ein Ansprechpartner für die Opfer bereit, wenn diese es wünschen.

Die Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V. (VOD) wurde im Jahr 2011 gegründet. Sie vertritt als unabhängiger deutscher Dachverband die Interessen der deutschen Institutionen und Selbsthilfeeinrichtungen zum Schutz von Verkehrsunfallopfern. Die VOD unterstützt ihre Mitgliedsorganisationen ideell und materiell, z. B. durch politische Aktivitäten, Beteiligung an Forschungs- und Entwicklungsprojekten, durch Veranstaltungen wie Netzwerktreffen oder Symposien sowie durch fachliche Impulse. Ein wesentliches Ziel der VOD ist es, einen Beitrag zu leisten, Verkehrsunfälle mit schweren Folgen zu verhindern. Die VOD steht somit zur „Vision Zero". Auch die qualitative und quantitative Reduzierung von Verkehrsunfallschäden ist für die VOD eine wichtige Aufgabe. Weitere Informationen finden Sie unter http://vod-ev.org.