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Kriminalistisch-Kriminologische Forschungsstelle

Grafik: Forschungsbericht
Kriminalistisch-Kriminologische Forschungsstelle
Laufende und auch bereits abgeschlossene Forschungsprojekte
Die Kriminalistisch-Kriminologische Forschungsstelle (KKF) des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen führt eigene empirische Forschungsprojekte zur analytischen Betrachtung der Kriminalitätsstruktur und -entwicklung durch.
Ziel ist es, durch die Anwendung wissenschaftlicher Methoden zu einem differenzierten Verständnis von Bedingungen der Entstehung und Entwicklung sowohl der Gesamtkriminalität als auch spezieller Deliktsbereiche und Kriminalitätsphänomene zu gelangen.
IM NRW

Die empirischen Projekte werden auf der Basis verschiedener methodischer Vorgehensweisen realisiert, wie z. B. Auswertungen der PKS, Aktenanalysen und Dunkelfelduntersuchungen. Die statistischen Analysen und deren Befunde werden in den aktuellen Stand der nationalen und internationalen Forschung eingebunden.
Die KKF erarbeitet Grundlagen für die Gestaltung der Kriminalitätsverhütung und -bekämpfung, des Opferschutzes sowie für die Evaluation polizeilicher Projekte und Maßnahmen. Zugleich unterstützt die KKF kriminologische Projekte anderer Einrichtungen.

Informationen zu laufenden und auch bereits abgeschlossenen Forschungsprojekten können Sie beim LKA NRW anfragen.

 

Laufende Forschungsprojekte

Kriminalitätsmonitor NRW

Kontinuierliche Informationen über das Ausmaß, die Struktur und die Entwicklung des Kriminalitätsgeschehens in NRW werden vorwiegend aus kriminalstatistischen Datensammlungen wie der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) und deliktsspezifischen Lagebildern gewonnen. Diese Informationen bilden eine wichtige Basis für kriminalpolitische und -strategische Entscheidungen, sie lassen aber wesentliche Bereiche des Kriminalitätsgeschehens, das heißt diejenigen Straftaten, die den Institutionen der Strafverfolgung nicht bekannt werden, unbeachtet. Aus diesem Grund beauftragte das Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen (MIK NRW) das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) im Jahr 2006, Möglichkeiten zur Erweiterung der Informationslage zu erschließen. Die Kriminalistisch-Kriminologische Forschungsstelle (KKF) des LKA NRW entwickelte daraufhin ein Instrument zur periodischen Betrachtung der Opfererfahrungen und der Kriminalitätswahrnehmung

Kriminalitätsmonitor Wohnungseinbruch

Kriminalitätsmonitor Tätliche Angriffe

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Forschung zum Phänomen Wohnungseinbruch

Die Kriminalistisch-Kriminologische Forschungsstelle des Landeskriminalamtes NRW hat sich im Kontext von Forschungs- und Auswerteprojekten intensiv mit dem Phänomen Wohnungseinbruch beschäftigt. Im Rahmen einer hypothesenprüfenden Strukturanalyse wurden im Jahr 2012 zunächst Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik untersucht. Auf Grundlage von Daten aus dem Kriminalitätsmonitor NRW wurde im Jahr 2015 anschließend ein Bericht mit Dunkelfelderkenntnissen zu dem Phänomen veröffentlicht. In den Jahren 2014 bis 2017 wurde zudem das europaweit umfangreichste Forschungsprojekt zum Thema Wohnungseinbruchsdiebstahl durchgeführt.

Basisbericht Forschungsprojekt Wohnungseinbruch

Kriminalitätsmonitor Wohnungseinbruch

Wohnungseinbruch - Strukturanalyse Teil 1

Wohnungseinbruch - Strukturanalyse Teil 2

 

Die Tötung von Neugeborenen (Neonatizid) - Eine bundesweite Auswertung von Ermittlungsakten unter besonderer Berücksichtigung polizeilicher Ermittlungsansätze. (2015)

Auszug aus der Auswertung

Der vorliegende Bericht umfasst eine Untersuchung der Deliktphänomenologie gesicherter Fälle von Neonatizid sowie eine kriminalistisch orientierte Auswertung sämtlicher im Datenmaterial verzeichneter Säuglingsfunde.
Darüber hinaus werden im Rahmen einer Sonderauswertung Aspekte der Operativen Fallanalyse im Kontext von Neonatiziden dargestellt.  

Obwohl es sich stets um statistische Befunde handelt, die niemals gesichert auf konkrete Einzelfälle übertragen werden können, wird ein Erkenntnisgewinn erzielt: Die Analysen eröffnen die Möglichkeit, Entscheidungen über Ermittlungsmaßnahmen an empirischen Ergebnissen anstatt an bloßen Annahmen oder gar Mythen zum Phänomen Neonatizid auszurichten.
So können aus den Ergebnissen beispielsweise Hinweise auf mögliche Ankerpunkte oder Merkmale der Kindsmütter gewonnen werden.

Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (2015): Neonatizid. Die Tötung von Neugeborenen. Düsseldorf: Landeskriminalamt NRW.Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (2015): Neonatizid. Die Tötung von Neugeborenen. Düsseldorf: Landeskriminalamt NRW.

 

Gewalteskalation in Paarbeziehungen (2009 / 2010)

Ziel des Projektes ist es, Einflussfaktoren und Merkmale der Konfliktdynamik von schwerer Beziehungsgewalt bis hin zu Tötungsdelikten zu analysieren, um aus
diesen Erkenntnissen Handlungsempfehlungen für die polizeiliche Gefährdungsanalyse und das Gefahrenmanagement abzuleiten.

Kurzfassung und Manual für die polizeiliche Praxis

Abschlussbericht

Evaluation der Maßnahmen - Kurzfassung

Evaluation der Maßnahmen - Abschlussbericht

 

Wissenschaftliche Evaluation ausgewählter Intensivtäterprojekte (QS durch Evaluation) (2010)

Junge Mehrfach- und Intensivtäter (jMIT) gelten als eine Personengruppe, die eine besondere kriminalpolitische Herausforderung darstellt. Ziel der vorliegenden Arbeit war die vergleichende Evaluation der unterschiedlichen Konzepte mehrerer Kreispolizeibehörden (KPB) in Nordrhein-Westfalen zum Umgang mit jMIT. Hierzu wurden unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte wie Struktur der Polizeibezirke/Behörden, Höhe der Mehrfachtatverdächtigenbelastungszahl (MTVBZ) sowie spezifischen konzeptuellen Besonderheiten vier Kreispolizeibehörden (KPB Bochum, KPB Mönchengladbach, KPB Warendorf und KPB Wuppertal) ausgewählt. Die Untersuchung gliedert sich grob in eine Prozessevaluation, in welcher die praktische Umsetzung der Konzepte im Vordergrund steht, und eine Wirkungsevaluation, die v.a. zur Analyse der Wirksamkeit dieser praktischen Umsetzung dient.

Abschlussbericht

Kurzfassung des Abschlussberichtes

 

Ländervergleichende Analyse von Aufklärungsquoten (2012)

Zusammenfassung der Analyse

Die  Aufklärungsquoten  über alle Delikte sowie für einzelne Delikte fallen je nach Bundesland sehr unterschiedlich aus. Die Unterschiede der Aufklärungsquoten über alle Delikte zwischen den Ländern sind nahezu vollständig auf Unterschiede der Deliktsstruktur zwischen den Ländern zurückzuführen. Je nach Anteil der Delikte am Fallaufkommen, die generell leichter zu ermitteln sind, fällt die Aufklärungsquote über alle Delikte unterschiedlich hoch aus.  
Die deliktsspezifischen Unterschiede der Aufklärungsquoten zwischen den Ländern erklären sich zu einem erheblichen Anteil durch das unterschiedliche Fallaufkommen: Dieser  Zusammenhang dürfte wiederum auf  Kriminalitätsformen zurückzuführen sein, die generell schwerer zu ermitteln sind, z.B. international agierende oder professionell arbeitende Täter.
Hingegen liegt insgesamt kein Hinweis darauf vor, dass Aufklärungsquoten das Fallaufkommen beeinflussen, da sie z.B. eine abschreckende Wirkung entfalten.

Naplava,  Thomas/  Kersting,  Stefan/  Krahwinkel,  Friedhelm  (2012):  Ländervergleichende  Analyse  von  Aufklärungsquoten.  Düsseldorf:  Landeskriminalamt  Nordrhein-Westfalen.

 

Alters- und Größenschätzungen durch Tatzeugen – Eine empirische Untersuchung zu Einflüssen die auf Zeugenschätzungen einwirken (2011)

Auszug aus der Einleitung zum Untersuchungsbericht

Für die polizeiliche Ermittlungs- und Fahndungsarbeit sind die von Zeugen abgegebenen Alters- und Größenangaben von großer Bedeutung. In erster Linie sollen sie dabei helfen, den Kreis der Verdächtigen einzugrenzen; für Fahndungsmaßnahmen im unmittelbaren Anschluss an eine Tat sind sie sogar unverzichtbar.
Einerseits haben Alters- und Größenangaben im Rahmen von Zeugenvernehmungen besonderes Gewicht, da es sich um (vermeintlich) harte Fakten handelt. Andererseits handelt es sich bei diesen Angaben naturgemäß immer um Schätzungen, die mehr oder weniger zutreffend sein können.

Untersuchungsbericht

 

Amoktaten - Forschungsüberblick unter besonderer Beachtung jugendlicher Täter im schulischen Kontext (2007)

Auszug aus der Analyse

Bei Amoktaten handelt es sich, vergleichbar dem Serienmord, um extrem seltene, im Einzelfall aber teilweise opferreiche und vor allem sehr spektakuläre kriminelle Ereignisse.  Aufgrund der fehlenden verbindlichen Definitionskriterien fällt es schwer, verlässliche Zahlen zur Häufigkeit bzw. Prävalenz von Amoktaten zu geben.
Grundsätzlich können Amoktaten an einer Vielzahl von Orten und in den verschiedensten Kontexten stattfinden. Dabei wird angenommen, dass die Tatorte häufig einen mehr oder minder direkten Bezug zu einer Kränkung o.Ä. aufweisen (vgl. Weilbach, 2007). Die aktuell diskutierten School Shootings stellen dabei ein relativ neues Phänomen  dar. Robertz (2004) berichtet für den Zeitraum vom ersten dokumentierten Vorfall 1974 in Olean im US-amerikanischen Bundesstaat New York bis Ende 2002 insgesamt 75 Fälle weltweit, wobei 62 in den USA, vier in Deutschland, vier in Kanada und fünf in anderen Ländern stattfanden.

Abschlussbericht

 

Das Anzeigeverhalten von Kriminalitätsopfern - Einflussfaktoren pro und contra Strafanzeige (2006)

Auszug aus dem Bericht

Die Kriminalitätslage ist ein in Politik und Öffentlichkeit viel beachtetes und diskutiertes Thema. Der insbesondere durch Medien vermittelte Eindruck von der vermeintlichen  Häufigkeit und Schwere von Straftaten ist geeignet, das Sicherheitsgefühl der Bürger negativ zu beeinflussen. Die Polizei ist bestrebt, das Sicherheitsgefühl der Bürger zu stärken, unter anderem durch sachliche Information auf der Basis der Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS). Da die PKS nur die Straftaten erfasst, die der Polizei bekannt gegeben wurden, ist es zu Gunsten einer maximal aussagekräftigen PKS erstrebenswert, das so genannte Dunkelfeld z.B. durch die Steigerung der Anzeigebereitschaft von Kriminalitätsopfern zu erhellen.  Hierzu  sind  Informationen über die Hintergründe des Anzeigeverhaltens erforderlich.  
Die vorliegende Arbeit ging daher im Rahmen einer Recherche kriminologischer Literatur der Frage nach, welche Faktoren das Anzeigeverhalten von Kriminalitätsopfern beeinflussen. 

Abschlussbericht Anzeigeverhalten

 

Individuelle und sozialräumliche Determinanten der Kriminalitätsfurcht - Sekundäranalyse der Allgemeinen Bürgerbefragungen der Polizei in NRW (2006)

Auszug aus dem Resümee

Die Kriminalitätsfurcht der Bevölkerung als kriminalpolitischer und kriminologisch-wissenschaftlicher Gegenstand hat im Zuge der zunehmenden Berücksichtigung der Opferperspektive an Bedeutung gewonnen. Sowohl Programme zur Kommunalen Kriminalprävention als auch das Selbstverständnis der Polizei haben dazu beigetragen, die subjektive Perspektive der Inneren Sicherheit in die Konzepte und Maßnahmen der Kriminalitätskontrolle einzubinden. Auf diese Weise ist Kriminalitätsfurcht zugleich Ansatzpunkt und Zielgröße der Kriminalitätskontrolle geworden. Um Kriminalitätsfurcht verstehen und mindern zu können, ist es erforderlich, ihre Entstehungsbedingungen zu kennen. Die Ursachen der Kriminalitätsfurcht wurden bislang durch drei theoretische Ansätze zu bestimmen versucht. Diese Ansätze thematisieren Auswirkungen von Opfererfahrungen, Einflüsse von Medien sowie die Bedeutung sozialräumlicher Bedingungen für die Entstehung von Kriminalitätsfurcht.

Abschlussbericht Determinanten der Kriminalitätsfurcht

 

Junge Mehrfachtatverdächtige in NRW - Eine Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik 1994-2003 (2005)

Auszug aus dem Fazit

Die Bekämpfung der Jugend- und Gewaltkriminalität bildet einen besonderen Schwerpunkt der Aufgabenerfüllung der Polizei Nordrhein-Westfalen. Seit 2001 ist insbesondere die Reduzierung der Anzahl der unter 21-jährigen Mehrfachtatverdächtigen ein wesentliches Ziel polizeilicher Arbeit. Junge Mehrfachtatverdächtige werden in  diesem  Rahmen verstärkt Adressaten präventiver und repressiver Maßnahmen.  
Die vorliegende Sonderauswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik Nordrhein-Westfalen liefert vor diesem Hintergrund einen Überblick über Umfang, Struktur und Entwicklung der Gruppe junger Mehrfachtatverdächtiger.

Abschlussbericht Auswertung der PKS 1994-2003

 

Mädchenkriminalität und Mädchengewalt in NRW (2011) – Eine Analyse der Polizeilichen Kriminalstatistik

Auszug aus der Einleitung

Eine besondere mediale Aufmerksamkeit erfahren in den letzten Jahren jugendliche Straftäterinnen. Die Schlagzeilen berichten über immer mehr Kriminalität durch Mädchen insbesondere über Mädchen, die gewalttätig sind. Im Unterschied zu prügelnden Jungen entrüsten prügelnde Mädchen augenscheinlich in besonderem Maße; ein Pressemedium fragt entsprechend: „Was ist aus dem braven Geschlecht geworden?“.  
Derlei Meldungen über bedenkliche Entwicklungen bei jungen Menschen mündeten bereits vor einigen Jahren in die Forderung an die (Kriminal-)Politik nach raschen Maßnahmen, z. B. in Form der Verschärfung des Jugendstrafrechts. Die kriminologische  Forschung jedoch widmete sich zunächst einer genauen Analyse des Phänomens und kam zu Ergebnissen, die  das Ausmaß der (vermeintlichen) Problematik „Jugendkriminalität“ überwiegend relativierten.

Abschlussbericht Auswertung der PKS - Mädchengewalt

 

Raubüberfälle auf Geldinstitute durch alleinhandelnde Täter – Eine phänomenlogische Untersuchung (2012)

Auszug aus den Ergebnissen der Untersuchung

Das Ziel der vorliegenden Untersuchung war, das Wissen über das Phänomen der Raubüberfälle auf Geldinstitute durch alleinhandelnde Täter zu vertiefen, um aus diesem verbesserten Verständnis heraus Ansatzpunkte für die Optimierung der Ermittlungs- und Fahndungsarbeit der Polizei ableiten zu können.
Zu diesem Zweck wurden zunächst die Daten zur Person der Täter analysiert und bezüglich der körperlichen Eigenschaften sowie der Familienverhältnisse mit allgemeinen Bevölkerungsdaten verglichen. Dabei zeigte sich sehr deutlich, dass sich die Bankräuber hinsichtlich ihrer körperlichen Merkmale nicht von der allgemeinen Bevölkerung unterschieden.

Abschlussbericht - Raubüberfälle auf Geldinstitute

 

Senioren und Kriminalität - Eine Analyse unter Berücksichtigung demografischer Entwicklungen (2004)

Auszüge aus dem Inhalt

Die vorliegende Analyse geht der Frage nach, ob und inwieweit der demografische Wandel auf das Kriminalitätsgeschehen und damit auf die polizeiliche Aufgabenerledigung Einfluss nimmt. Dazu werden die Verläufe der demografischen und der Kriminalitätsentwicklung mit dem Ziel untersucht, parallele oder ähnliche Verläufe zu identifizieren, aus denen sich unter Berücksichtigung der Vorausberechnung der Bevölkerungsentwicklung bis 2020 Hinweise auf das zukünftige Kriminalitätsgeschehen sowie polizeilicher Handlungsbedarf ableiten lassen. Den Schwerpunkt der Untersuchung bildet der Vergleich der Bevölkerungsdaten mit den in der PKS ausgewiesenen  Opfer- und Tatverdächtigendaten des Zeitraums 1994 bis 2003 für die Bevölkerungsgruppe der ab 60-Jährigen.

Abschlussbericht Senioren und Kriminalität

 

Sexuelle Gewaltkriminalität in Nordrhein-Westfalen - Zur Entwicklung der Anteile versuchter und vollendeter Vergewaltigung und besonders schwerer Fälle sexueller Nötigung (2005)

Auszug aus der Einleitung des Berichtes

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) spiegelt als amtliche Ausgangsstatistik das Hellfeld der Kriminalität und somit lediglich einen spezifischen, insbesondere durch
das Anzeigeverhalten der Opfer systematisch verzerrten Ausschnitt sexueller Gewaltkriminalität wider (Steffen, 1987; Steinhilper, 1986). Die Anzeigemotivation von Vergewaltigungsopfern ist als außerordentlich gering einzustufen (Scholz & Greuel, 1991); nach einer aktuellen und repräsentativen Prävalenzstudie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2004) erstatteten nur 5 Prozent der Frauen Anzeige, welche angaben, sexuelle Gewalt erlebt zu haben, sowie 8 Prozent der Frauen, welche angaben, körperliche oder sexuelle Gewalt in Paarbeziehungen erlebt zu haben.

Abschlussbericht Sexuelle Gewaltkriminalität in Nordrhein-Westfalen

 

Sicherheit und Lebenszufriedenheit in der Stadt - Entstehungsbedingungen von Kriminalitätsfurcht der Bürgerinnen und Bürger in einer Stadt (2009)

Auszug aus der Einleitung

Diese Untersuchung hat dazu geführt, dass wir die Befürchtungen und Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger wesentlich klarer vor Augen haben. Wir hoffen, damit eine  verlässliche Grundlage zur Verfügung zu stellen, um daraus Empfehlungen für die Akteure im Bereich der Kriminalprävention in Kommune, Polizei und Gesellschaft abzuleiten. Die  Befunde zeigen insbesondere, wann Kriminalitätsfurcht entsteht und mit welchen Erscheinungen sie in Zusammenhang zu bringen ist. Unsere Forschung schafft die Voraussetzungen für faktengestützte Entscheidungen, die die Befindlichkeiten, Erfahrungen und Einschätzungen der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen und konkret dazu beitragen, das Leben im Wohnumfeld sicherer zu machen.

Abschlussbericht Kriminalitätsfurcht Kölner Bürger

 

Trends der Kriminalität in NRW - Eine Zeitreihenanalyse unter Berücksichtigung demographischer und ökonomischer Entwicklungen (2006)

Auszüge aus der Einleitung des Abschlussberichtes

Eine der zentral zu behandelnden Fragestellungen ist, inwieweit die dokumentierten Entwicklungen im Hellfeld ein Abbild der Entwicklungen im Dunkelfeld darstellen. Für die Kriminalitätskontrolle ist es von grundlegender Bedeutung, ob Veränderungen im Hellfeld auf Veränderungen des tatsächlichen Kriminalitätsgeschehens oder auf eine verstärkte Aufhellung des Dunkelfeldes zurückzuführen sind. Hierzu werden in einem ersten Schritt Zeitreihen deliktsspezifischer Häufigkeitszahlen und Tatverdächtigenzahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik NRW sowie Verurteiltenraten der Strafverfolgungsstatistik der Jahre 1985 bis 2003 dargestellt. Aus der Gegenüberstellung dieser beiden Datenbestände können erste Hinweise für die Beantwortung der genannten Fragestellung gewonnen werden.

Abschlussbericht Trends der Kriminalität in NRW